Mittelstand

Zu wenig Multikulti im Recruiting

Sie kommen oft nicht zusammen: Unternehmen sind zwar vermehrt in ausländischen Märkten aktiv und profitieren von einem internationalen Team. Trotzdem finden viele Hochschul-Absolventen aus Nicht EU-Staaten nur schwer einen Job in Deutschland.

von Holger Jacobs, 08.12.2017, 09:34 Uhr

Internationale Hochschul-Absolventen stellen laut der Initiative „Study & Work“ des Bundeswirtschaftsministeriums ein bislang wenig ausgeschöpftes Fachkräfte-Potenzial für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dar. Laut Hochschul-Bildungsreport von McKinsey wollen rund 80 Prozent der ausländischen Master-Absolventen hierzulande Berufserfahrung sammeln. Wie schwierig das ist, zeigt sich daran, dass von ihnen ein Jahr nach dem Abschluss noch mehr als ein Viertel auf Arbeitssuche sei.

Auch Sarah Chen, eine 30-jährige Absolventin der Internationalen Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH) aus China, hat sich anfangs schwer getan. Nach ihrem Master in International Management an der IUBH erhielt sie zunächst nur wenig positives Feedback von den Unternehmen. „Vor allem, da ich keine Arbeitserfahrung vorweisen konnte und weder EU-Bürgerin bin noch fließend Deutsch spreche“, so Chen. Sie schaffte den Job-Einstieg schließlich mit Hilfe des Hochschul-Netzwerkes. Damit auch KMU von internationalen Biografien profitieren, rät das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung künftig den Firmen, mit Karrierezentren von Hochschulen zu kooperieren.

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