Mallorca

Hoteliers schlagen Alarm

Nicht nur die Touristensteuer auch neue Bau-Dekrete und die gekippten Benimmregeln sorgen für Unmut auf den Balearen. Hotelverbandschefin Inmaculada Benito spricht von einer „Bestrafung der Industrie“. Das sind die Kritikpunkte.

19.02.2016, 17:29 Uhr
Inmaculada Benito ist seit 2015 Präsidentin des mallorquinischen Hotelverbandes Fehm.
Foto: FEHM

Viel Streitpotenial gibt es derzeit zwischen den mallorquinischen Hoteliers und der Linksregierung der Balearen. In einem Interview mit der Wochenzeitung „Mallorca Magazin“ erklärte Inmaculada Benito, Chefin des Hotelverbandes Fehm, die Position der Beherbergungsbetriebe zu verschiedenen Punkten (fvw.de berichtete). Hier sind die Kritikpunkte im Detail:

Touristensteuer: Sie mindere die Wettbewerbsfähigkeit und beschere den Urlaubern unschöne Erlebnisse, da sie im Hotel zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Die wenigsten Häuser könnten sich aber eine Übernahme der Steuer leisten. Außerdem generiere der Tourismus mit jährlich mehr als zwei Milliarden Euro 40 Prozent der Einnahmen. Dieses Geld müsse nur besser verwaltet werden. Allerdings hat sie „keinen Zweifel, dass das Gesetz in Kraft tritt“. Ob der Verband gerichtlich dagegen vorgehen werde könne erst nach Vorlage des definitiven Gesetzestextes entschieden werden.

Bauwesen: Vom neuen Dekret zum Ausbau und der Modernisierung von Hotels sind nach Benitos Schätzung langfristig Projekte im Wert von 400 Mio. Euro betroffen. Anders ausgedrückt: Knapp jedes zweite der rund tausend Unterkünfte werde nicht modernisiert werden können, auch weil der Steuerdruck zu hoch sei.

Benimmregeln: Die von den Richtern gekippte Regelung habe in der Vergangenheit zu einer „substanziellen Verbesserung“ geführt. Sie hofft nun, dass die ältere Vorgängerverordnung, die jetzt wieder gilt, konsequent angewandt wird. Öffentliche Sicherheit sei ein Schlüsselelement der Wettbewerbsfähigkeit.

Vermietung von Ferienwohnungen: Für Hotels gebe es Obergrenzen, das müsse auch für andere Bereiche der Ferienvermietung gelten. Eine uneingeschränkte Vermehrung von Gästebetten bringe das touristische Wirtschaftmodell aus dem Gleichgewicht, das derzeit bestehe. Ihre Rechung: Derzeit stehen rund 400.000 Hotelbetten für Gäste bereit, es kommen 13 Mio. Urlauber im Jahr. Durch die völlige Freigabe der touristischen Privatvermietung werde eine Bettenkapazität für 25 Mio. Urlauber geschaffen. Das könnten die Inseln nicht verkraften. (FEY)

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