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Sinkflug mit Ansage

Vor Gericht und auf hoher See ist man in der Hand Gottes. Doch die Folgen des Urteils gegen das Code Sharing von Etihad Airways mit Air Berlin sind zumindest beherrschbar – noch.

von Lutz Schmidt, 30.12.2015, 16:09 Uhr
fvw-Redakteur Lutz Schmidt
Foto: fvw

Wie schmerzhaft wird es für die beiden Fluggesellschaften werden, wenn Mitte Januar ihr Code Sharing auf 31 internationalen Strecken in Deutschland nicht mehr zulässig ist? Bei Deutschlands zweitgrößter Airline wird der Effekt per Pressemitteilung klein geredet: „Für unsere Kunden entstehen dadurch keine Nachteile.“ Alle gebuchten Codeshare-Flüge mit Etihad fänden auch weiterhin statt, der gemeinsame Flugplan bleibe unverändert buchbar und auch alle Flüge über Abu Dhabi hinaus würden weiter gemeinsam vermarktet.

Doch mindestens wirtschaftlich betrachtet, ist es ein spürbarer Schlag ins Kontor beider Airlines. Das gesamte Code Sharing mit Air Berlin bescherte Etihad Airways nach eigenen Angaben zuletzt einen zusätzlichen Umsatz von 140 Mio. Euro im Jahr. Wenn sich dieser um ein Drittel oder mehr reduzieren würde, könnte die Profitabilität einiger Routen in Frage stehen. Und bei Air Berlin könnten die Auswirkungen gar noch dramatischer sein. Der seit Jahren defizitären Airline muss schließlich unbedingt so schnell wie möglich die Rückkehr in die Profitabilität gelingen.

An der Börse ist Air Berlin schon seit vergangenem Oktober ein echter Pennystock. Der Kurs der Aktie, der 2015 in der Spitze 1,40 Euro erreichte, konnte immerhin trotz des Urteils des Verwaltungsgerichts zum Jahresschluss leicht um zwei Cent auf 0,92 Euro zulegen. Die Aktionäre haben die Fluggesellschaft also noch nicht vollkommen abgeschrieben. Das lässt weiter hoffen.

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