Kommentar

(0)

Frankfurt ist überreif für Billigflieger

Was ist von Billig-Fernflügen aus einem großen Hub Europas mit Umsteigen auf einer Vulkaninsel nach Nordamerika zu halten? Mehr als der erste Eindruck offenbart.

06.01.2016, 16:49 Uhr
fvw-Redakteur Lutz Schmidt
Foto: fvw

Im Top Management der Lufthansa wird die Ankündigung des isländischen Billigfliegers Wow Air, im Juni Frankfurt anzusteuern, sicher kaum wahrgenommen worden sein. Doch lohnt sich ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen der Low-Cost-Branche mehr denn je – selbst wenn Billigflug-Giganten wie Southwest, Ryanair oder Easyjet nach wie vor die Finger von Billig-Fernflügen lassen.

Das Beispiel von Norwegian, die erfolgreich ab London, Kopenhagen, Stockholm und Oslo Nonstop-Fernflüge anbieten, zeigt wie sich Billigflieger weiter entwickeln. Sie sind eben längst nicht mehr nur die Billigheimer für kontinentale Flüge. Sie fordern mitunter Full Service Carrier auch auf Fernstrecken heraus. Für touristisch dominierte Interkont-Dienste hat die Lufthansa ja bereits mit dem Projekt Jump – abgeschriebende Airbus A-340 ohne große Vollzahler-Kabinenbereiche – vorgebaut. Und auch die neuen Fernflüge von Eurowings zielen gegen das Bestreben der Billigflieger, auf Interkont-Diensten Fuß zu fassen.

Doch da kommt nun Wow Air um die Ecke und kombiniert zwei mittellange Flüge zu einem Interkont-Dienst. Das Engagement ist zwar zunächst überschaubar, doch gleichwohl sehr bemerkenswert. Gelingt es den ausgefuchsten Isländern ausgerechnet am Heimat-Hub der Lufthansa, für solch ein Angebot Masse zu generieren? Von Frankfurt lassen sich schließlich mehr Fernziele nonstop erreichen als von jedem anderen deutschen Flughafen. Dennoch könnte das Experiment gelingen – bei den Kampfpreisen, mit denen Wow Air antritt allemal.

Und es könnte bei einem Erfolg dazu führen, dass sich zunehmend Billigflieger auch um Slots in Frankfurt bemühen. Während sich in München schon etliche Low Cost Carriers tummeln, ist der Lufthansa-Haupt-Hub da noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Dabei ist Frankfurt längst überreif für den Markteintritt von Billigfliegern.

Weiterführende Links

fvw CRUISE LIVE 2016

29.09.2016, Köln
(0)

Mehr Gewinn auf dem Meer

Die Kreuzfahrtbranche steht vor dem nächsten Wachstumsschub und braucht einen starken Vertrieb. Erfahren Sie am 29.09. alles über neue Vertriebsstrategien für einen erfolgreichen Verkauf, die große Produktvielfalt – das Schiff als Destination, das Comeback Flusskreuzfahrt und vieles mehr.

 

Zuletzt kommentiert

  1. 1. Kommentar zum Brexit
    (0)
    Die Briten fliegen ins Abseits Letzter Kommentar: 25.06.2016 von Dietmar Pedersen
  2. 2. Brexit-Referendum (Update)
    (0)
    Aktienkurse zweistellig im Minus Letzter Kommentar: 24.06.2016 von Dietmar Rauter
  3. 3. Brexit-Referendum
    (0)
    So sehen es Airliner und Touristiker Letzter Kommentar: 24.06.2016 von Thomas K
  4. 4. Urlaubsguru
    (0)
    Hitzefrei seit 14 Uhr Letzter Kommentar: 24.06.2016 von Frank Dost
  5. 5. TUI Cruises
    (0)
    Mein Schiff 7 und 8 werden zu 1 und 2 Letzter Kommentar: 24.06.2016 von Rainer Nuyken II.
 
Folgen Sie Uns:
Top
© 2016 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Über uns FAQ Impressum AGB Datenschutz Kontakt Mediadaten