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Chinas Reiseriesen werden global

Der Aktienmarkt in China ist in Turbulenzen, das Wachstum schwächt sich ab. Aber das ändert nichts daran, dass im Fernen Osten große neue Player der Reisebranche entstehen, wie das aktuelle Beispiel Ctrip zeigt.

08.01.2016, 12:23 Uhr
Klaus Hildebrandt ist Chefredakteur der fvw.
Foto: fvw

Ctrip gilt als Marktführer unter Chinas Reiseportalen und hat sich nun an Makemytrip, einem der führenden indischen Portale, beteiligt. In beiden Ländern mit zusammen über 2,6 Mrd. Menschen wächst eine Mittelschicht heran, die zunehmend Geld für In- und Auslandsreisen ausgibt.

Beide Märkte – China noch stärker als Indien – sind stark online geprägt. Für Ctrip, die an der US-Börse Nasdaq notiert sind und ihren formellen Firmensitz auf den Cayman Islands haben, ist dies ein weiterer Baustein in dem geschickt aufgebauten Beziehungsgeflecht. Die Priceline Group mit ihren Hotelplattformen Booking und Agoda hat erst vor wenigen Monaten ihre Beteiligung aufgestockt.

Ctrip hat es aber parallel sogar geschafft, den Priceline-Erzrivalen Expedia nach deren verlustreichem Engagement bei E-long als weiteren strategischen Partner zu gewinnen. Das zeigt, welche Kröten die westlichen Online-Riesen bereit sind zu schlucken, um sich eine gute Ausgangsposition in China zu sichern. Ctrip wiederum ist nun an E-long und auch am weiteren chinesischen Portal Qunar beteiligt, das der einflussreichen Suchmaschine Baidu gehört.

Bei Kreuzfahrten wird China mittelfristig die USA als größten Markt ablösen. Gerade hat Costa zwei Neubauten für China bestellt, sogar Aida wird dort kreuzen. Auch bei Veranstaltern – Fosun übernahm Club Med und ist an Thomas Cook beteiligt – und in der Hotellerie – so kaufte Jin Jiang Louvre (Golden Tulip) und HNA stieg bei NH ein – werden die Bande zwischen China und den westlichen Unternehmen immer enger.

Chinas Wirtschaft wächst nach einem großen Höhenflug nun langsamer. Doch im Reisemarkt werden Chinas Player trotzdem international mächtiger. Denn anders als so mancher angelsächsischer Fianzinvestor denken die von privaten Entrepreneuren aufgebauten Konglomerate langfristig.

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