Bilanz 2015

Milliarden-Gewinn für Turkish Airlines

Turkish Airlines hat 2015 einen Rekordgewinn eingeflogen. Die Fluggesellschaft vom Bosporus liefert erstmals einen Nettoprofit von mehr als einer Milliarde US-Dollar ab.

01.03.2016, 15:39 Uhr
Steuern 235 Destinationen an – die Jets von Turkish Airlines fliegen mehr Orte an als jeder andere Carrier.
Foto: Turkish Airlines

Umgerechnet gut 993,4 Mio. Euro stehen als Reingewinn in der Bilanz der türkischen Fluggesellschaft, die sich zunehmend auch in Deutschland engagiert und kleinere Flughäfen wie Friedrichshafen regelmäßig mit dem Drehkreuz Istanbul verbindet. 2014 wies Turkish Airlines noch umgerechnet 765 Mio. Euro Gewinn aus.

Ganz offenbar geht das Drehkreuz-Konzept also auf. 14 deutsche Airports sind bereits angebunden. Der Umsatz stieg auf 8,9 Mrd. Euro, was einem Plus von 19 Prozent entspricht. Profitiert hat die Airline, wie die Wettbewerber auch, vom billigen Kerosin. Die Rechnung fiel um satte 736 Mio. Euro niedriger aus als 2014, wie es in einer Präsentation der Airline heißt. „Erst einmal sind wir trotz der schwierigen Umstände extrem zufrieden“, äußerte sich CEO Ilker Ayci positiv.

Für 2016 ist Turkish Airlines, die aktuell 47.000 Mitarbeiter zählt, trotz Syrien-Krise optimistisch. Denn der Star Alliance Carrier will weiter wachsen. Die 284 Flugzeuge umfassende Flotte soll dieses Jahr um weitere 33 Maschinen neue Jets erweitert werden. Schon jetzt steuert die Airline 235 Destinationen an, so viele wie keine andere Fluggesellschaft weltweit.

Doch die Größe des Streckennetzes ist auch ein Erfolgsgeheimnis. Schlecht laufende Routen können unter anderem mit Hilfe von Umsteigeverkehren via Istanbul kompensiert werden. 2015 zählte die Airline 61,2 Mio. Reisende. Das waren zwölf Prozent mehr als im im Jahr davor. Die Sitzplatz-Kapazitäten stiegen allerdings um 13,6 Prozent. Nicht alles konnte wie gewünscht abgesetzt werden. In Folge dessen sank die Auslastung von 79 auf 78 Prozent.

Im Februar 2018 will Turkish am neuen Airport Yeni Havalimani in Istanbul ein neues Drehkreuz starten. Das dürfte spannend werden: Es wird befürchtet, dass Verkehre, die heute noch über Paris, Frankfurt, Madrid oder andernorts verlaufen, dann via Istanbul abgefertigt werden könnten. (RIM)

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