Reisebüros und Veranstalter besuchen das Emirat
Abu Dhabi baut den Tourismus stark aus. Das größte der Emirate schlägt aber einen anderen Weg ein als Schrittmacher Dubai – die arabische Identität soll spürbar bleiben.
Tim Holzapfel
Prunkvoller kann man einen Flur nicht gestalten: Der blitzblank gewienerte Marmorboden unterstützt optisch die schier endlose Weite des lichtdurchfluteten Korridors. Allerlei Schnickschnack in goldenen Farben an den verzierten Wänden verleiht dem Raum Noblesse, genauso wie die funkelnden Kristall-Kronleuchter an der wahnsinnig hohen Decke. Hier hat jemand richtig viel Geld ausgegeben, schon allein für die Durchgangswege. Man fühlt sich wie in einem Königsschloss aus dem Mittelalter, wären da nicht diese hochformatigen Plasmabildschirme auf den Fluren, die einen in die Gegenwart zurückholen. „FVW-Group – welcome to the Emirates Palace“, steht da geschrieben.Das teuerste und nobelste Hotel der Welt öffnet sich für die touristische Welt – ebenso wie das Land, in dem es steht: Abu Dhabi, das reichste und größte Scheichtum der Vereinigten Arabischen Emirate. War die Arabische Halbinsel bislang in erster Linie durch die Mega-Bauten in Dubai bekannt, tritt der touristisch gesehen kleinere Nachbar nun aus dem Schatten der scheinbar übermächtigen In-Destination heraus. „Wir bauen hier in den nächsten Jahren ein Top-Reiseziel auf“, verspricht Ali Ahmed Al Hosani, Marketing-Direktor der Tourism Authority, beim FVW-Workshop.