fvw Counter Trophy
 

Tag 2: Sacramento

 
 
Mitten in der Stadt springen die Expedienten am Capitol Park aus dem Shuttle-Bus. „Go for Gold“, lautet die Devise auf der zweiten Counter-Trophy-Etappe, denn für das beste Team des Tages gibt es zwei Unzen Gold. Am grünsten Fleck in der Hauptstadt Kaliforniens verteilen sich die Teams auf die vielen steinernen Sitzbänke und hecken ihre Strategie aus. „Was ist
das kalt hier!“, klagt Sabine Glennemeier und sehnt sich wie Teamkollegin Sarah Hegerfeld zurück nach San Francisco, wo die beiden rothaarigen Flugbörse-Powerfrauen gestern den Tagessieg errungen hatten. Ob das heute wieder klappt? 20 Fragen stehen auf dem Zettel.

Gelassen und cool gehen die beiden Lippstädterinnen den Tag an, beantworten frierend ein paar Fragen mit Hilfe des Info-Materials und schreiten dann ins Regierungsgebäude –dem Sitz des neuen Gouverneurs und einstigen Terminators Arnold Schwarzenegger. Aufwendig ist der Sicherheitscheck am Eingang wie am Flughafen. Etwas unsicher tastet sich das Duo ins Gebäude. Die Antwort auf Frage sieben hängt im zweiten Stock des Treppenhauses. „Da ist er“, sagt Sarah Hegerfeld und zeigt in der Ahnengalerie auf das Ölgemälde von Pete Wilson, Kaliforniens Gouverneur vor zehn Jahren.

Die beiden notieren den Namen, gehen die Treppen herunter und halten einen Plausch mit einem Security-Mann. Der weiß eine ganze Menge, zum Beispiel die Antwort auf die wohl schwierigste Frage des Tages: Wie weit ist es von Sacramento auf dem Highway 50 bis nach Ocean City an der Ostküste in Maryland? „3073 Meilen“, sagt er wie aus der Pistole geschossen.
Die Mädels sehen den Wachmann beeindruckt an. „Der war gut“, urteilen die beiden spontan.

20 Gehminuten später wähnt sich Sarah Hegerfeld „im Western“. Old Sacramento nennt sich der Ort, in dem viele Museen untergebracht sind. Und die stehen im Mittelpunkt des Fragebogens. Antworten gibt es hier en masse: Fünf Kriege sind Thema im Militärmuseum, der Maidu-Stamm war früher in der Gegend von Sacramento zu Hause, an einem historischen Schreibtisch hat einst Mark Twain gearbeitet. Den letzten Schliff für den Fragebogen holen sich die Powerfrauen im Visitor Information Center. Fertig! „Ich glaube, wir sind ziemlich gut“, meint Sabine Glennemeier.

 
 
Ihre Prognose bestätigt sich in der Auswertung. Als Zweite der Tageswertung sind die beiden plötzlich Spitzenreiter im Gesamtklassement. Sie liegen einen Punkt vor den Bad Girls, den dritten Rang verteidigen die XXL Burger. Fernab der Wertung hatten die Golden Gate Girls aber das Erlebnis des Tages: Im Regierungsgebäude haben sie Gouvernator Schwarzenegger gesehen. „Er ist nicht so groß wie in den Filmen“, findet Sabine Henseler.

Zeit zum Verschnaufen bleibt den Teams nicht. Am Nachmittag steigen sie in die Jeeps und fahren nach North Lake Tahoe. Es geht bergauf bis auf 2000 Meter Höhe, zwei Stunden dauert es bis zur Interstate-Abfahrt in Truckee. Dunkelheit und Schneeregen setzen ein. Die Orientierung fällt angesichts unpräziser Wegbeschreibungen besonders schwer, selbst die Organisatoren verfahren sich. Geplante Hotelbesichtigungen fallen der Fahr-Odyssee zum Opfer. Aber: Die Teams schlagen sich wacker, kurven über die glatten Straßen und checken schließlich abends ins Granlibakken Resort unweit
des Lake Tahoe ein.

 

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