Gastkommentar zu Suchmaschinen

Warum Mobile First die einzige Option ist

Die Reisebranche muss aufhören, ihre Produkte zu sehr aufzusplitten, meint Travis Katz, Mitgründer und Geschäftsführer Trip.com. Anbieter, die mobil möglichst viele Leistungen auf einmal anbieten, haben die besten Chancen.

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15.05.2017, 08:35 Uhr
Travis Katz, Mitgründer und Geschäftsführer von Trip.com
Foto: Rodrigo Soares/trip.com

Suchmaschinen und allen voran Google beherrschen das Internet und seine Nutzer. Die User tippen ihre Anfragen als Erstes in die Google-Leiste, anstatt sich auf der Suche nach Informationen mühsam durch Foren zu klicken oder in Reiseführer zu schauen. Das ist für die Touristik ein echtes Problem, gerade weil der Internet-Gigant seine dominante Stellung nutzt und die Suchenden von der Konkurrenz fernhält und auf die wachsende Zahl eigener Travel-Produkte lenkt – von Google Destinations, Flights, Hotels, Trips bis hin zu Book on Google.

Gerade unterwegs sind Informationen in Echtzeit wichtig: Wo ist ein passendes Hotel, die nächste Sehenswürdigkeit oder einfach ein nettes Café oder ein Supermarkt? Der Übergang vom stationären Internet zum mobilen Surfen ist in vollem Gange – und die Touristik muss zusehen, dass sie nicht den Anschluss verliert.

Was Reiseunternehmen noch zu oft falsch machen, ist, ihre Angebote für mobile Nutzer zu sehr aufzusplitten. Der Kunde muss über eine Website den richtigen Flug finden, über eine andere das Hotel buchen, braucht noch eine dritte App für die Umgebungskarten und eine weitere für Empfehlungen am Zielort. Das nervt und ist frustrierend für den Kunden.

Wie wichtig es ist, dem Reisenden einen umfassenden mobilen Service anzubieten, haben eine Handvoll Anbieter auf dem Markt erkannt. Airbnb etwa oder das chinesische Ctrip wollen ihre Kunden ganzheitlich bedienen – und offerieren alles in einem: Transportmittel, Unterkünfte und passende Vor-Ort-Dienste; komplett buchbar über eine einzige App.

 
 
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