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Traumziel für digitale Nomaden und Geschäftsreisende

Estland und Lettland sind für Viele ein unbekannter Fleck auf der Landkarte. Jeder, der verstehen will, wie Digitalisierung funktioniert, sollte allerdings hinfahren. Jeder geschäftsreisende Touristiker sowieso.

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von Sabine Pracht, 20.10.2016, 17:19 Uhr
fvw-Redakteurin Sabine Pracht
Foto: Heike Fritsch

Zugegeben: Als die Einladung ins Haus kam, zum Baltic Sea Tourism Forum nach Pärnu in Estland zu fahren, war ich skeptisch, ob sich der Aufwand lohnen würde. Meine Reiseroute mit öffentlichen Verkehrsmitteln klang mühselig: Von Hamburg per Flugzeug nach Riga. Von dort müsste ich mit dem Taxi oder einem Bus etwa 20 Minuten in die Innenstadt fahren, um zum Busbahnhof zu gelangen. Von dort könne ich den Bus nach Pärnu nehmen. Ich würde fast den ganzen Tag unterwegs sein. Ein Arbeitstag würde mir allein durch die Anreise verloren gehen.

Doch ich hatte bei meinen Kalkulationen am Schreibtisch in Hamburg nicht bedacht: Die baltischen Staaten sind ein Paradies für Geschäftsreisende. Denn überall sind W-Lan-Hotspots, nicht nur am Flughafen Riga und in jedem Winkel der Fußgängerzone von Riga, sondern auch Mitten im Wald zwischen Lettland und Estland. Alles kostenlos.

Kaum hatte ich das Flugzeug in Riga verlassen, war ich wieder online. Das Netz begleitet mich zuverlässig auf meiner Reise – nahezu ohne Unterbrechung. Zu Arbeiten ist also kein Problem.

In öffentlichen Verkehrsmitteln, ja in der ganzen Innenstadt von Riga haben Gäste kostenlos Zugang zum Internet. Und es ist nicht nur ein verlockendes Angebot. Es funktioniert sogar einwandfrei.

Also vertrieb ich mir die Wartezeit auf den Fernbus, der mich nach Pärnu bringen sollte, mit einem Bummel durch die Innenstadt der lettischen Hauptstadt, setze mich auf den Marktplatz und arbeitete E-Mails ab. Am Busbahnhof erwartete mich später das nächste Highlight: Der Fernbus mit Bordmagazin, Entertainment-Programm, Internetzugang auf einem so genannten Buspad, einem in den Sitz eingebauten Tablet, und Toilette. Alles ist im Ticketpreis von gerade mal 12 Euro inkludiert. Fahrzeit: 2,5 Stunden für knapp 200 Kilometer.

Während ich durch die herbstliche Sonne fahre, links und rechts auf Seen, Buchten und Wälder, durchsetzt mit Birken, schaue, habe ich die Wahl: Ich kann arbeiten, meinen Blog schreiben, im Bordmagazin blättern, Mails bearbeiten, auf fvw.de schauen, was es in der Touristik an Neuigkeiten gibt, Nachrichten lesen und hören, Filme gucken, Musik hören oder einfach nur aus dem Fenster schauen und die Herbstfarben in all ihrer Pracht bestaunen. Schöner kann arbeiten kaum sein, angenehmer kann auch keine Dienstreise sein. Preiswert ist es dazu.

 
 
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