E-Commerce

Schadenfreude ist fehl am Platz

Noch nie wurde ein großes touristisches Unternehmen in der Publikumspresse dermaßen abgewatscht wie Unister in der Computer-Bild. Mit intensiver Recherche, brillanter journalistischer Methodik und fragwürdigen Interprationen bedrängt der Axel-Springer-Konzern den Online-Marktführer. (K)Ein Grund zum Jubeln?

von Dirk Rogl, 03.07.2012, 12:49 Uhr

Der Text in der Computer-Bild hat gesessen. Auf acht eng gegliederten Seiten wirft das Axel-Springer-Blatt der Unister-Gruppe "Abzocke" und "skrupellose Methoden" vor, zeichnet Unister-Gründer Thomas Wagner als rücksichtlosen "Millionen-Abzocker" (O-Ton) und verpasst dem Portal-Betreiber ein Negativ-Image, von dem er sich lange nicht vollständig erholen wird. Die Computer-Bild-Recherche ist der vorläufige Tiefpunkt einer Serie von Negativ-Berichterstattungen, die sich Unister selbst zuzuschreiben hat.

Die fvw berichtet fortlaufend über massive Verstöße bei der Preisdarstellung, dem bisweilen unlauteren Umgang mit fremden Marken zwecks Optimierung der eigenen Darstellung in Google und dem eng vernetzten Portal-Netzwerk, das die Werberichtlinien des Internet-Giganten Google an die Grenzen bringt (u. a. fvw 1/12, S. 18). In der nächsten fvw legen wir den Finger erneut in die Wunde, berichten detailliert über aktuelle Konflikte etwa bei der Berechnung von Zusatzentgelten.

Keine Frage: Unister hat den Bogen häufig und reichlich überspannt. Und im Sinne des Verbraucherschutzes ist der Computer-Bild-Artikel ein starkes Stück. Die Kollegen brachten zudem Details ans Tageslicht, von denen in der Touristik bislang nichts bekannt war. Mit Interesse dürfen wir etwa lesen, dass die Sächsische Aufbaubank dem Unternehmen insgesamt 7,5 Mill. Euro Fördergelder hat zukommen lassen. Bestätigt ist das nicht, aber eben auch nicht dementiert.

In anderen Punkten liegen die Computer-Tester klar daneben. Dass Google sich das "Double Serving", dem Bieten mehrerer Unternehmens-Portale auf ein und das selbe Keyword für Werbeplätze, einfach so gefallen lässt, ist ebenso eine Illusion wie der Hinweis, dass Pauschalreisen auf anderen Portalen "oft sogar günstiger" als bei Unister zu finden seien. Von der Preishoheit des Handelsherrn haben die Bild-Redakteure offenbar ebenso wenig gehört wie vom Geschäft eines Ticket-Großhändlers. Dass das mit Aerticket betriebene Joint-Venture Aeruni eben kein "Flugmittler" ,wohl aber ein wichtiger Content-Lieferant für die von Verbraucherschützen zu Recht kritisch beobachteten Flugportale der Unister-Gruppe ist, ist in der Tat nur eine Feinheit.

Dennoch: für kritische Beobachter des Unister-Netzwerks ist die aktuelle Computer-Bild eindeutig zum Lesen empfohlen. Bei einer verkauften Auflage von zurzeit 546.243 Exemplaren stehen auch tausende potenzielle Kunden vor einem Bild des Grauens, das von dem Springer-Blatt sehr pointiert gezeichnet wurde. Aber: Ob der Kunde auch versteht, dass ein Teil der aufgezeichneten Verstöße von Unister wieder abgestellt worden ist? Wird ihm klar, welche Portale tatsächlich zu Unister gehören?

Völlig zu Recht weist Computer-Bild auf die engen Verflechtungen der Unister-eigenen Websites mit potenziellen Partner-Portalen wie Reisen.de, Kurz-Mal-Weg.de und Billigfluege.de hin. Ob und wie stark diese tatsächlich über mögliche Briefkastenfirmen von Thomas Wagner gelenkt werden, ist eines der größten Firmengeheimnisse Unisters. Und dieses Geheimnis hinterlässt einen bitteren Beigeschmack beim Kunden. Gehört das Online-Reiseportal meines Vertrauens möglicherweise auch zu Unister? Diese Frage dürfte bei Computer-Bild-Lesern quasi bei jeder Buchung im Web auftauchen, egal auf welchem Portal mit welchem Gütesiegel.

Es sind Fragen wie diese, die die wahrnehmbaren Jubel-Meldungen aus der Zunft der Online-Reisebüros über die offene Abrechnung mit Unister ad absurdum führen. Kein Ruhmesblatt ist auch die erste Reaktion Unisters auf den Computer-Bild-Bericht. Es ist wenig wundersam, dass der juristisch bis auf´s Messer bewaffnete Axel-Springer-Konzern nicht mal eben so die von den Wagner-Anwälten angestrebte kompromisslose Unterlassungserkärung abgibt und sich zu weitgehenden Schadensersatz gegenüber Unister verpflichtet.

Und es wirft kein gutes Licht auf Unister, dass über selbst ernannte Insider-Blogs nun Verdächtige beim Namen genannt werden, die für die gezielte Indiskretion gegenüber Computer-Bild verantwortlich sein sollen. Wir von der fvw pflegen beste Verhältnisse zu einigen Dutzend ehemaliger Unister-Mitarbeiter. Fast jedem davon sind im vertrauten Kreise kritische Töne zu ihrem Ex-Arbeitgeber zu entlocken. Dem Drang zur General-Abrechnung mit dem alten Job geben nur sehr wenige nach. Die mit der größten Auskunftsfreude bleiben dauerhaft anonym, auch in unserer aktuellen Aufzählung der prominentesten Abgänge aus dem Unister-Reich.

Mein Kollege Arndt Aschenbeck recherchiert gerade intensiv und solide über aktuelle potenzielle Verstöße Unisters unter anderem gegen das Wettbewerbsrecht. Nachzulesen in fvw 14/12 am kommenden Freitag. Aus der sich abzeichnenden Schlammschlacht zwischen Unister und Computer-Bild halten wir uns gerne heraus. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht, dass wir in diesem Post streng auf die Kommentarrichtlinien achten müssen. Bitte gehen Sie alle respektvoll miteinander um. Nenne Sie nur Täter und Tatbestände, die Sie auch beweisen können.

Der streitbare aber eben doch unstrittige Marktführer im touritischen E-Commerce lässt sich nicht so einfach ohne Flurschaden niederschrieben. Er wird die verbalen Attacken überleben und er wird sich zur Wehr setzen. Gut möglich aber, dass er sich von guten Argumenten überzeugen lässt und seine Geschäftspolitik ändert. Es ist Zeit für Dialog.

Kommentare

von Wolfgang Hoffmann, 03.07.12, 14:10
Dirk Rogl, sehr objektiv geschrieben/beschrieben und nach meinem Ermessen nichts ausgelassen... Bis auf einen wichtigen Punkt: Eine derartig prominente Präsenz offensichtlihcre Missstände in unserem Rechtssystem dürfte erstmals auch die Politik auf den Plan rufen. Die haben doch bislang NULL gecheck! Wie oft haben Dutzende Kolleginnen & Kollegen, bei jeder sich beitenden gelegenehit ihre Volksvertreter darauf aufmerksam gemacht, dass mit den neuen Medien auch quasi rechtsfreie Räume entstanden sind, wo alte Gesetze, Verordnungen, Grundsatzurteile nicht greifen. Der Springer Konzern hat immer schon (für 68iger ist "immer" eben immer) die Politik alarmiert und war für Veränderungen gut. Auch diesmal werden einige in Berlin auf den Zug aufspringen und hoffentlich mal die Experten in unseren Reihen fragen, was da alles im Argen liegt, was von parasitär eingestellten Marktteilnehmern zum Schaden des Anstands und des gesunden Wettbewerbs schändlich ausgenutzt wird. Es geht nicht an, dass die Fördergelder für den Aufbau einer Internetwirtschaft dafür missbraucht werden, einen ganzen Markt zu gefährden. Wer so verantwortungslos handelt, dem muss unbedingt und schnellstmöglich per Gesetz Einhalt geboten werden. In Erwartung einer Abmahnung oder Zensur: Wolfgang Hoffmann

von Bernd, 03.07.12, 14:24
Ein einzelnes Häkchen sorgt bei fluege.de schon mal für 50.000 Euro Gewinn - oder eben 75.000 Euro Minus. http://www.dr-bahr.com/news/ordnungsgeld-ihv-75000-eur-gegen-online-buchungsportal-fluegede.html

von Michael Koenigs, 03.07.12, 14:31
Wie soll denn der letzte Satz "Es ist Zeit für Dialog." gemeint sein? Zwischen wem und worüber?

von Wolfgang Hoffmann, 03.07.12, 17:00
genau! Die Erwartung, dass sich die Geschäftspolitik von Unister ändert, wenn man sich mit denen darüber unterhält, wie man sie ändern könnte ist genauso naiv, wie die Erwartung, Unister wieder aus dem Markt entfernen zu können. Da treffen sich 2 Pessimismen, die sich ganz hervorragend ergänzen, wenn man Unister per Gesetz einen anderen Markt zuweist. Gaukler & Magiere, Illusionisten & Wunderheiler, Entertainer & Komödianten... es gibt viel zu tun im Bereich des Metaphysischen oder Transzendalen... aber, in-dreiteufels-Namen, diese Form des Wettbewerbs hat absolut nichts gemein mit einem seriösen touristischen Vertrieb. Mit so etwas ist jeder Dialog von vornherein beendet!

von Jürgen Drensek, 03.07.12, 17:31
Als Vorsitzender des Berufsverbandes der Reisejournalisten muss ich den Kolleg(inn)en von Computerbild (!) schon ein Lob zukommen lassen für ihre Verbraucherschutz-Geschichte über Unister. Geschenkt, dass manches vielleicht aus fachfremder Sicht etwas wurstig geschlussfolgert wurde. Und der Tonfall...? Na ja, die Bild-Titel bewerben sich sicher nicht beim Literarischen Quartett... :-) Ich sag es ganz offen: so ein "in der Wunde bohren" in dieser Deutlichkeit hätte den Reisemedien auch gut zu Gesicht gestanden. Fragt sich nur, wer auf die Werbemillionen mit Dick-Doof-Dschungelcamp verzichten mag...? .... und ob gerade die Urlaubskämpfer, explosiven Akten und sonstige Kakerlaken und Schamhaar-Entrüstungsmagazine der Privaten sich auch dieses Themas annehmen...? :-) Tiefpunkt für mich als Journalisten war aber die zumindest von Unister stark inspirierte angebliche Insider-Aufdeckung von Hotelling aus Hamburg; überflüssigerweise auch noch von der PR-Tochter von dpa an alle Redaktionen verschickt. Nee, Herr Henning aus Hamburg, als Verleumdungssprachrohr ist man noch lange kein kritisch-angesehener Blog... Vor allem, wenn so offensichtlich mit könnte, sollte, dürfte dem Vernehmen nach aus gut unterrichteten Kreisen juristisch weichgespült wird, was als Rufschädigung von Ex-Unistern übrigbleibt... Wie sagt Rainer Calmund immer so schön in der Werbung: meine Junx können dat... ;-)

von Horst, 03.07.12, 17:35
Es gibt kaum einen Markt, bei dem die relevanten player den eCommerce so sträflich den startups und Onlinern überlassen hat wie in der Touristik! Große Retailer wie Quelle und Neckermann haben es auch komplett verschlafen und spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Jetzt rumheulen ist zu einfach... Bin kein Freund von Unister und meide Flüge.de etc. genau aus genannten Gründen, aber die Welt entwickelt sich und alle großen Veranstalter haben 15 Jahre gepennt! @Herr Hoffmann, dass die Politik das Internet versteht habe ich aufgegeben, die sind 30 Jahre hinten dran. Darauf würde ich nicht hoffen... Reisen, Hotels, Flüge online buchen ist und wird die Zukunft sein. Und für bestimmte Produkte eine gute Beratung ebenfalls. Die Anteile werden sich m. E. jedoch massiv verschieben.

von Jürgen Zupancic, 03.07.12, 18:10
der frühe Vogel... aus Clever reisen! 3/11 (Juli 2011 !!!! ) Tricky Versicherungspakete:Doch selbst das scheint einem der Flugportale nicht auszureichen und so bietet es zweifelhafte Kundenvorteile. Das Flugportal Fluege.de (Unister GmbH) verkauft seinen Kunden per Voreinstellung eine preisreduzierte Jahrespolice der Europäischen Reiseversicherung AG (ERV) für 29 Euro. Getextet ist die Voreinstellung mit dem knappen Hinweis, dass sich „bei Verlängerung“ die Prämie auf 59 Euro (zum Zeitpunkt des Tests) und mittlerweile auf 65 Euro erhöht. Dass eine Versicherungspolice von einem Jahr aufs nächste mehr als doppelt so teuer wird, ist für sich genommen schon der Hammer. Doch das eigentliche Ärgernis ist, dass sich die Police ganz automatisch immer um ein Jahr verlängert. Will der Kunde das nicht, muss er selbst aktiv werden und spätestens einen Monat vor Ablauf kündigen. Immer vorausgesetzt, der Kunde weiß überhaupt von diesem Verlängerungs- Automatismus. Auf den Buchungsmasken ist dieser wichtige Punkt nicht sofort verständlich erkennbar. Die entsprechende Klausel findet sich erst am Ende in den Versicherungs-AGB.

von Arno Nühm, 03.07.12, 18:21
Wenn man den Bericht der CB betrachtet, ist schon schade, dass hier vermutlich richtige Vorwürfe mit faktisch falschen vermischt werden und dadurch die Gesamtqualität der Vorwürfe leidet. Besonders ein kleiner Kasten im CB Bericht über eines der eingesetzten (diesmal externen) Siegel hat mich dabei jedoch besonders gefreut. Mit Unglauben hatte ich dieses Siegel nämlich zuletzt auch auf weiteren Reiseportalen entdeckt, die definitiv nicht zur Leipziger Gruppe gehören. Auf diesen weiteren Reisevermittlungsportalen ist dieses Siegel nun zumindest klammheimlich schnell wieder verschwunden. Was jedoch in der beständig fehlerhaften Berichterstattung nicht nur bzgl. Unister sondern auch in angeblichen Tests von weiteren OTAs bzw. stationären Reisebüros auffällt, ist das Unverständnis der Tester ggü. der Veranstalterhoheit (und dadurch Preisparität) sowie der Preisvolatilität besonders bei X-Angeboten. Gerade bei letzterem sieht man besonders, dass hier die derzeitige Leistung der IBE Anbieter und X-Veranstalter bzgl. Datenqualität mehr als mangelhaft und abschreckend gegenüber Kunden ist. Zugleich fehlt online die am Counter geleistete Erklärungsarbeit. Denkt man einmal an die BGH Urteile der letzten Jahre zu Preisvergleichen zurück, ist schon fraglich, wielange dieser Zustand gerade bei den X-Angeboten (aber nicht nur diesen) noch bestehen kann. Und dieses Missverständnis der Tester und Journalisten setzt sich auch bei vielen Online-Kunden fort: man muss nur mal in Foren oder auf Bewertungsportalen die Einträge verfolgen, da landen auch gute OTAs und Vermittler in der Kritik, weil Kunden nicht nachvollziehen können, wie und warum die Preise in den IBE-Strecken so variieren bzw. nach Buchungsauftrag nicht erfüllt werden können. Vll. müssten z.B. zu jd. X-Angebot die Einzelleistungen aufgeschlüsselt dargestellt werden und dann - wenn z.B. (wie fast immer) der Flug nicht mehr zu diesem Preis eingebucht werden kann - dass Angebot als ausgebucht mit zugleich stattfindenden Hinweis auf das Alternativangebot mit dem nun teureren Flug dargestellt werden. Die Unister Schelte, die erst in Akte 2012, Bild und weiteren Medien, dann bei Stern TV und nun in der Computerbild geritten wird, hat zugleich eine negative Sogwirkung für die gesamte Onlinebranche in der Touristik. Denn wie Sie, Herr Rogl, richtig feststellen, ist das Kundenbauchgefühl bei diesen Berichten schnell von: "Finger weg von Unister Portalen" hin zu "Finger weg von der Online-Buchung" umgeschlagen: das Papier dazwischen ist hauchdünn. Dies ist ein Vertrauensverlust für die gesamte Branche. Und auch die Gegenarbeit des DRV und des V.I.R. erfolgt da zu halbherzig, da deren eigene Mitglieder auch zuoft an den Zusatzgeschäften (voreingestellte Reiseversicherungen, etc.) drehen. Warum z.B. fehlt in der Traveltainment IBE bei fast allen Portalen eine Zusammenstellung des Gesamtpreises inkl. aller Zusatzleistungen? (Traffics und andere bringen dies bereits seit Monaten oder Jahren) Bzgl. Kundenfreundlichkeit hat also nicht nur Unister sondern auch die Konkurrenz noch viel zu leisten. Vermutlich geht nach meinem Eindruck Unister in fast allen Bereichen der Trickserei viel zu weit und viel weiter als die Konkurrenz (man muss z.B. auch mal deren Affiliate Aktivitäten und die dort verwendeten Links zu den Unisterportalen genauer untersuchen). Aber auch bei den wohlmeinlich seriöser arbeitenden OTAs ist auch weiterhin viel zu tun im Bereich der Kundenfreundlichkeit und Verständlichkeit der Angebote (derzeit oft ungenügend), um den Erfolg der letzten Jahre halten zu können. Vollkommen unverständlich bleibt aber, warum die Unister Gruppe mit ihrer Marktmacht die in der CB und vielfach sonst angeprangerten Wege geht.

von Yurtlu, 03.07.12, 18:22
Hat FVW etwna auch ein deal m?t Unister. Ihr seid so sanft und lieb wenn es um Unister geht. Dabei wisst ?hr eigentl?ch mehr als Computer-Bild was Unister und Google betrifft.

von Horst, 03.07.12, 18:24
Mir fällt noch etwas ein: Sollen doch alle Veranstalter nicht mehr über Portale von unister verkaufen, ganz schnell wäre kein relevantes Inventar mehr da, mit den unister dieses Geschäftsgebahren an den Tag legen könnte. Aber die TUIs, TCs und wie sie alle heißen haben den Laden mit entsprechenden Provisionszahlungen aufgebaut. Unister hat diese Kohle wieder in google SEM/SEO Entwicklungen gesteckt und die Veranstalter noch weiter nach hinten gedrängt. Mal gespannt, ob ein Vertriebsleiter der Big 5 die §$%& in der Hose hat auf den unister-Umsatz zu verzichten und seine Produkte aus dem Portal nimmt.

von Dietmar Rauter, 03.07.12, 18:41
Unister, Groupon oder Kafeefahrten - alles die gleiche Sosse , aber ist das unser eigentliches Problem ? Verglichen mit Opodo , Expedia und anderen Portalen, hinter denen ich einen viel grösseren Kapitaleinsatz vermute , ist es schon erstaunlich , wie sich die Leipziger in den Vordergrund gedrückt haben. Nein, wir kämpfen eigentlich um die Beratungshoheit und gleichzeitig um auskömmliche Margen für unser Tun. Es ist für viele junge Leute nicht nur Mode geworden, seine Bedürfnisse im Internet zu befriedigen, sie haben auch nicht mehr die Erwartungshaltung , dass man sie gut berät (ihre Lehrer sind ja -mit Verlaub- ja auch unsere schwierigsten Kunden, sie wissen vieles besser...) . Und wenn sie Beratung brauchen, so lernen sie, wird es teurer . Unser Problem ist, dem geneigten Publikum und vor allem den jungen Menschen, zu zeigen, dass a) Kompetenz und Erfahrung ein hohes Gut ist und b) Beratung auch zu einem gutem Preis- Leistungsverhältnis führen kann. Zu unserem Produkt gehört Service und der muss sich im Preis und in der Marge ausdrücken. Unister reitet auf der web-Welle mit -vielleicht ohne diesen Anspruch- und weil die Leipziger sich von anderen abheben wollen, tricksen sie rum. Das ist aber halt der Wettbewerb im Netz , das den Nutzern vorgaukeln soll, wir seien überflüssig.

von cornelius meyer, 03.07.12, 19:27
Bereits im Jahr 2010 haben sich einige Reisebüros der BEST-RMG gegen die Vorgehensweise von Unister-Firmen - die sich für Google gezielt der Namen von etablierten Reisebüros bedienten – zur Wehr gesetzt. Mehrere Unterlassungserklärungen wurden von Unister unterzeichnet und für einen Moment hatten wir tatsächlich den Eindruck, dass man bereit ist, sich an die Regeln eines sportlichen Miteinanders zu halten. Leider haben wir uns geirrt, denn schon kurze Zeit darauf, wurden die betroffenen Reisebüroinhaber von einer von Unister beauftragten Anwaltskanzlei mit Abmahnungen überzogen, die unserer Meinung nach gezielt als Vergeltungsmaßnahmen aufgesetzt waren. Wir schließen dies daraus, weil zum einen exakt die Büros angegangen wurden, die sich gewehrt hatten und weil zum anderen zum Teil identische Formulierungen, welche in den ABG`s der Reisebüros abgemahnt wurden, für den eigenen Reiseveranstalter „Urlaubstours“ selbst verwendet und bis heute nicht abgeändert wurden. Dabei besaßen die Schreiben der Anwaltskanzlei einen durchaus einschüchternden Ton und es wurden Summen in den Raum gestellt, die auf so manchen Reisebüroinhaber in hohem Maße bedrohlich wirken mussten. Dass das Landgericht Leipzig in dieser Auseinandersetzung um die AGB`s, die ja in dieser Version vom Deutschen Reiseverband empfohlen worden waren, zwar mehrfach bescheinigte, dass Unister nahe am Rechtsmissbrauch liegt, letztlich den Abmahnungen aber doch einen Freischein erteilen musste, ist wohl nur für Juristen nachvollziehbar, die Einzelfälle zu bewerten haben. Wir hätten allerdings erwartet, dass es nun auch im Interesse von Unister sein sollte, dass diese Auseinandersetzung irgendwann ein Ende haben sollte. Doch stattdessen stehen erneut Seiten im Netz in denen insbesondere „ab in den Urlaub“ die Namen von Reisebüros und anderen Leistungsträgern ohne deren Zustimmung verwendet. Insbesondere bei der Reisebürosuche über Google finden sich Einträge und Anzeigen, die den Namen des gesuchten Reisebüros aufweisen, den Kunden aber auf Seiten von „ab in den Urlaub“ irreleiten. Denn nicht nur bei den Ergebnissen und Anzeigen der Suchmaschinen sondern auch auf den Seiten selbst wird der Name des gesuchten Reisebüros prominent dargestellt. Man muss davon ausgehen, dass so dem Nutzer vorgetäuscht werden soll, dass es sich um Seiten der gegoogelten Unternehmen handelt. Bei der konkreten Suchanfrage nach einem bestimmten Reisebüro über die Eingabe des Begriffes „Reisebüro“ sowie den Namen des Reisebüros erscheint nicht selten die folgende Anzeige: Reisebüro "Name" bis – 90% www.ab-in-den-urlaub-deals.de/ ab-in-den-urlaub-deals.de ist mit bewertet. 44 Erfahrungsberichte "Name"-Reisebüro (fett gedruckt) Schnäppchen Deals Jeden Tag Hotel Rabatte bis zu-90%! Besonders häufig erscheinen diese Anzeigen, wenn Reisebüros den Begriff "Reisen" bereits als Zusatz zum Eigennamen verwenden oder wenn man als Sucher den Eigennamen des Reisebüros mit dem Begriff „Reisen“ kombiniert - bei Google also „Reisebüroname Reisen“ eingibt. Die geschädigten Reisebüroinhaber müssten nun erneut unter einem erheblichen Kostendruck Abmahnungen gegen Unister einleiten, um deren bestehende Rechte durchzusetzen… und mit einer weiteren Retourkutsche rechnen!? Wir halten dies für eine vorsätzliche Irreführung der Kunden und erneut für einen klaren Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Doch damit nicht genug! Wer als User die oben beschriebene Anzeige anklickt, wird über ein seitenfüllendes Pop-Up aktiv - unter unter prominenter Verwendung des Reisebüro Namens zur Eingabe der eigenen E-Mail Adresse aufgefordert. Wer das nicht möchte, entkommt der Seiten nur, wenn er seinen gesamten Internetbrowser schließt. Das bedeutet, diesmal agiert Unister und insbesondere „ab in den Urlaub“ in unseren Augen nicht nur arglistig, sondern auch noch massiv rufschädigend für jedes der betroffenen Unternehmen. Niemand der im Internet surft, möchte gegen seinen Willen auf Internetseiten festgehalten werden. Das wirkt unseriös und anrüchig. Und in diese Ecke sollte sich die Branche nicht stellen lassen. Auf der Seite selbst wird das Reisebüro dann noch in folgenden Kontext gestellt: Unsere geilsten "Name" Reisebüro Deals! Wer so agiert, sollte sich nicht wundern, wenn Journalisten ein Interesse daran haben, solche und andere Machenschaften aufzudecken.

von Anonymus, 03.07.12, 20:03
@Horst : Sie haben das Thema verfehlt. Es geht im Kern um Verbraucherschutz und skrupellose Geschäftsmethoden und nicht um "rumheulen" von relevanten playern, die die Zeit verschlafen haben. - Es ist mehr als klammheimliche Freude, dass Unister (endlich) auf die Finger geklopft wird. Wegen ihrer rüden Tricks und Retourkutschen, wegen Namensklau und Strafandrohungen. Aber keinesfalls, weil sie der Zeit voraus sind.

von Skeptiker, 04.07.12, 02:25
Die feierabendliche Lektüre des Blogartikels und der Kommentare fand ich ganz unterhaltsam, weil sie auf engem Raum gleich zu mehreren skeptischen und/oder sarkastischen Fragen animiert zu Themen, die letzthin Diskussionsgegenstand in der Touristik waren. Schön konzentriert das. Aber vorweg: Ich will über die Haltung der fvw zu (den) Unister-Methoden nichts sagen, z.B. das vielkritisierte Wagner-Centerfold vor ein paar Wochen. Da gibt es einiges an fundiertem Für und Wider. Ein Branchenmagazin kann einfach nicht so schreiben wie die Springerpresse. Gibt auch weitere Beispiele wie den verhinderten Reisebüroinvestor vor einiger Zeit, wo die fvw anfangs nicht so konnte oder wollte, wie sicher jeder dachte, dass sie müsste, und erst postmortem zu Zweifeln an seinen Vorstellungen fand. Aber die aktuelle Meta-Berichterstattung über Computerbild vs Unister wird ja wohl von heise.de angeführt, einem (dem!) IT-Branchennewsticker, mit gestern zwei Updates und aktuell 200 Kommentaren. Für die ist das ein Randthema, für die fvw nicht. Aber heise.de ist ja auch ein reiner Onlinediest (die Zeitschriften funktionieren getrennt davon), während fvw.de ... nun ja, da schimmern doch kleine Parallelen zu den Strukturen in der Touristik durch... *smile Nicht böse sein, liebe Redaktion. Ihr habt Verantwortung und geht damit nicht leichtfertig um. Gut so. Und als da an Beobachtungen noch wären: - Interessant, dass einige hier mit Sachverhalten argumentieren (z.B. Preishoheit), die den Computerbildnern gar nicht aufgefallen sind oder zu unwichtig zur Erwähnung waren. Klar, Journalisten können meist nicht so tief wie nötig in eine Materie eintauchen, das merkt jeder bei Lektüre eines Zeitungsartikels über *sein* Fach oder Hobby. Vielleicht waren sie zu oberflächlich, vielleicht haben sie sich ihrem Fach gemäß aber vor allem mit technischen, logischen und evtl rechtlichen Aspekten befasst und die Branche war ihnen schlicht egal, das hätte jeder hinreichend reichweitenstarke Zurzelpurzelwebshop genauso abgekriegt, und die Zurzelpurzelbranche würde jetzt im Kreis rumlaufen. Vielleicht sind die Hoheiten eben nur scheinwichtig und spielen in der Außensicht tatsächlich keine Rolle. - Die "Preishoheit des Handelsherrn" klingt für mich nach 19. Jahrhundert, sorry. Mal so gefragt: Wann ist eine Reise nicht dieselbe Reise wie eine andere? Derselbe Flug, derselbe Bus, dasselbe Hotel mit HP, benachbarte Zimmer, beides gar aus demselben Konzern, aber die eine ist 20% billiger und fluktuiert, die andere ist katalogpreisgebunden. Oder so: Ist dieser Text ein anderer, besser oder schlechter, wenn ich ihn in Helvetica schreibe statt in Arial? Lizenzrechtlich (kostenseitig) ein sehr relevanter Unterschied!! Aber ist das für den Leser auch ein Unterschied - außer beim Preis des Druckwerks? Was ist wichtig, die Produktion oder das Produkt? Was wird als Produktbestandteil wahrgenommen? - Überhaupt ist das Thema Preis- und Qualitätswahrnehmung enorm komplex. Geht hier zu weit, aber ich bin sicher, dass sich die meisten Unisterkunden nicht betuppt fühlen, oder es nicht zugeben (gleicher Effekt). Wieso ist Unister so groß? Manche Airline so voll? Kreuzfahrt-Landausflüge so gut gebucht? Na? - Der Ruf nach der Politik und nach neuen Gesetzen ist typisch, aber nicht touristiktypisch. Danke, aber wir haben schon genug Gesetze. Und mit Verlaub, Herr Hoffmann: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum (sowenig wie eine Bank, in der gerade ein Bankräuber tätig ist), im Gegenteil: Hier gibt es mehr Aufpasser und Ordnungshüter und mehr unverständliche Rechtslagen als irgendwo sonst, das Steuerrecht inklusive. Rechtsfrei? Das Gegenteil ist der Fall. - "und alle großen Veranstalter haben 15 Jahre gepennt!" ... achja? Hätten sie die Reisebüros seinerzeit also gleich am Stück trockenlegen sollen, als es noch überwiegend um Einzelflüge und um Pauschalreisen ging und der Markt noch längst nicht so komplex war wie heute? Stimmt, da ist was dran, wäre einfacher gewesen damals. Wer da wohl "gepennt" hat - andererseits: Der transparenteste Markt von allen ist heutzutage derjenige für Wertpapiere, trotz deren Variantenvielfalt. Man wird mit Informationen im Internet praktisch erschlagen, kann alles online und realtime handeln etc. ... und trotzdem rennen die Leute zum stationären Berater. Ich vergleiche hier wohlgemerkt nicht die Beratungsqualität von Bankberatern mit der von Reiseberatern (wäre mal ein echter Qualitätsschub für die Banken oder?). Und viele Reisethemen sind deutlich komplexer. Aber weder online noch offline ist alleinseligmachend, und weiß der Geier, was da sonst noch kommt. - "Dies ist ein Vertrauensverlust für die gesamte Branche" ... hatten wir das nicht gerade erst bei Linhoff vs Thomas Cook? Würde jemand auf die Idee kommen, kein Auto der Marke A zu kaufen, weil gerade ein paar Stück der Marke B abgebrannt sind? Muss man vor Fußballkonsum warnen, weil der marktführende Verein in dieser Saison weniger geliefert als versprochen hat? Zumal ja mancher Konkurrrent viel schneller und mit unerwarteter Taktik gespielt hat, oder? Imageschaden für die ganze Branche? Oder stimmt da was mit den touristischen Marken und ihrer Unterscheidbarkeit nicht? - "Beratungshoheit" ... passt zur "Preishoheit". Ich bin ja auch manchmal für eine Monarchie statt der Expolitiker als Präsidenten. Aber doch nicht so.... - "Wettbewerb im Netz , das den Nutzern vorgaukeln soll, wir seien überflüssig." Ja, jeder Wettbewerber sagt das über seine Konkurrenten: Wer braucht die schon, ihr habt doch mich? Reisebüros sind nicht überflüssig, siehe oben, aber mit Wehklagen und Rufen nach Gerechtigkeit ist ihnen nu ma auch nicht geholfen. Nichts für ungut denen, die hier passende Schuhe gefunden haben. Halte ebenfalls rein gar nichts von den kritisierten "Geschäfts"methoden. Aber den Mikrokosmos von aktuellen Themen fand ich dann doch zu animierend :-) p.s. wenn das mit den 7 Mio Staatsknete stimmt - regt Euch ab, der Staat subventioniert doch blind, taub und dumm sowieso alles. Gerne auch mit der Begründung, dass, wenn man keine bekommt, man ja dafür dann eben aus Gerechtigkeitsgründen auch was kriegen müsste. Außer die Firmen, für die ich gerade arbeite. Immer nur die Konkurrenz. Und wisst Ihr was? Da bin ich stolz drauf! Hier bitte ein paar üble Verwünschungen dazudenken.

von Thomas Barth, 04.07.12, 12:23
Schon seit einiger Zeit locken die "Barfüßgässler" mit Ihren ach so "tollen Angebote" Kunden auf Ihre Webseite und einmal in den Fängen kommt der Kunde auch nicht mehr so schnell wieder heraus. Solch ein unseriöses Unternehmen mit Wittschaftsfördergelder auch noch zu unterstützen ist eine Frechheit und sucht in der Touristik seines Gleichen! E-Com - ja bitte - aber ein klares NEIN zu solchen Portalen. Die Veranstalter begeben sich in eine Abhängigkeit und sind offenbar nicht in der Lage selbst Ihre Reisen zu vermarkten bzw. über uns den stationären Vertrieb die Buchungen und Abwicklungen zu tätigen. Ich schwelge bestimmt nicht in der Vergangenheit, wenn ich sage das WIR es waren die die Veranstalter dorthin gebracht haben wo sie heute stehen - mit unserem Wissen - mit unserem NOW HOW - und mit unserem Geld. Ich kann m ich nicht erinnern Wirtschaftsgelder erhalten zu haben. Aber so ist es halt im Leben - Von Dank und Unterstützung keine Spur. Erst wenn auch das letzte Reisebüro geschlossen hat - wird man sehen was man an uns - unserer Beratung - dem Service - hatte! Wacht endlich auf VERANSTALTER und bietet hier EINHALT - Sollen die zu Fuß in ein anderes Gässchen laufen - nur weit weg von hier!!

von Taner, 04.07.12, 13:00
UNISTER!? Sorry, aber ich muss kotzen! Jetzt mal ehrlich; Vorab erst mal Glückwunsch an die Boulevard Zeitschrift die endlich mal echte Fakten und Tatsachen ans Licht bringt. Es stimmt zu 101% ALLES!!! Wieso werde ich oder auch andere Online-Reise-Portale an den Pranger gestellt!? Verschwörungen gegen den Marktführer? NEIN! Wir arbeiten einfach sauber. Zitat richtig; "..Die Computer-Bild-Recherche ist der vorläufige Tiefpunkt einer Serie von Negativ-Berichterstattungen, die sich Unister selbst zuzuschreiben hat.." Daher braucht nun auch keiner das Unschuldslamm raushängen! Ihr Blog; Schadensfreude?! NEIN Herr Rogl anscheinend wissen Sie nicht Bescheid oder haben Sympathien?! Alle Tatsachen können Belegt werden! Fragen Sie doch einfach Ihren Kollegen Hr.Aschenbeck der sich in diesem Milieu besser auskennt. Seit Jahren wird auch Schlund mit Google-AdWords betrieben, hier auch schade das Google dies lange geduldet hat und erst seit 1 Jahr Teilweise eingegriffen hat (Trotzdem Lob an Google! das die etwas Arsch in der Hose hatten auch große Kunden die Rote Karte zu zeigen). Während bei einer touristischen Suchanfrage bei Google 5x Unister Werbeanzeigen die ersten Reihen zu „Höchstgeboten“ dominierten und diese Seiten untereinander u.a. AdSense und andere Tricks tunnelten, habt Ihr alle weggesehen und mehrere Existenzen kleinerer Onlineportale gingen den Bach runter.. Daher kann hier von Schadensfreude auch nicht gesprochen werden. Ich wünsche mir weiterhin Unister als einen fairen Mitbewerber, damit hätte keiner ein Problem, da wir sowieso fast alle das gleiche Verkaufen! Aber die Erwartung, dass sich Unister ändert, wenn man mit denen darüber redet, ist genauso naiv, wie die Erwartung, Unister wieder aus dem Markt entfernen zu können. Aber schon bald wird der Mörder zum Opfer und alles wird vergessen sein. An dieser Stelle darf man nicht die Veranstalter vergessen, die den Clan die Agentur kündigten! Arsch in der Hose hatten nur; Alltours & Ltur! Umsatz ist doch nicht alles!

von Yurtlu, 04.07.12, 13:27
Es ist wirklich zum kotzen. ?ch versuche wegen Unister mein schaden in grenzen zu halten. Muss Mitarbeiter kündigen. Und Unister bekommt noch 7,5 Mio € von vom Staat. ?ch kann es nicht verstehen. Branchen Zeitschrift FVW ist noch so lieb wenn es um Unister geht.

von Jürgen Zupancic, 04.07.12, 15:53
Alltours & Unister...Nur kaufmännisches Kalkül, kein Verbraucherschutz: ..aus wiwo..6/12....."Im Alltours-Reich sind Verhuvens Worte Gesetz, auch wenn es Geld kostet. Derzeit legt er sich mit der Leipziger Touristikgruppe Unister an, die mit dem Buchungsportal Ab-in-den-urlaub.de zur Online-Macht aufstieg. Nachdem Unister-Chef Thomas Wagner höhere Provisionen forderte, setzte Verhuven das Portal auf den Index."

von Horst, 04.07.12, 16:06
@anonymus Keinesfalls Thema verfehlt! Ich bin vollkommen bei Ihnen, dass unister ein Verhalten am Markt hat, dass juristisch bewertet werden kann (oder muss). Ja, es geht auch darum, den Geschäftspraktiken Einhalt zu gebieten und Methoden des unsauberen Wettbewerbs entsprechend zu ahnden. Der VIR ist kläglich gescheitert mit dem Code of Conduct - unister wusste schon, warum dieses Papier nicht unterzeichnet wurde. Der Markt- und Gewinnmaximierung (Kapitalismus in Reinform) lassen sich nicht durch eine Vereinbarung regulieren. Aber: Große Tour Operator hätten den Online-Markt besetzen können! Zum Teil wurde das verschlafen, zum Teil massiv vom stationären Vertrieb verhindert! MIT den Veranstaltern hätte man ggfs. mehr Einfluss auf den eCommerce gehabt als ohne, Veranstalter haben wie gesagt die Datenkrake unister mit Provisionszahlungen groß gemacht (staatliche Subventionen hin- oder her) Die Auswüchse nun wieder "einzufangen" ist eben deutlich schwieriger... Deswegen mein Zusatz des "rumheulens"... ;-)

von Yurtlu, 04.07.12, 16:25
Versucht bei Reisen.de eine Reise für 2 ERW. und 1 Baby zu buchen. Kunden sehen erst nach einer Buchung dass ein 8 Monate altes Baby die volle Summe zahlt wir ein erwachsener. So wollte ein Kunde bei mir die Reise Stornieren weil Unister günstiger sei. Unister schadet der ganzen Branche und jede Kritik ist gerecht.

von Andre, 04.07.12, 18:31
Schöne Übersicht über das Firmengeflecht: http://www.heise.de/newsticker/foren/S-etc-hosts/forum-232265/msg-22054353/read/

von checker, 04.07.12, 19:12
gerade entdeckt: www.holidayreporter.com, gehört auch zu unister, m.E ein sehr fragwürdiges Geschäftsmodell... kennt das jemand? Erfahrungen?

von Erziehung notwendig, 04.07.12, 19:46
also hier muss man wirklich festhalten das die ganze branche viel zu lange mitgespielt und diesem unseriösen geschäftsgebaren damit die notwendige rückendeckung gegeben hat. das wiegt viel schwerer als die blöden subventionen - die aber natürlich auch fragwürdig sind. wieso haben veranstalter, hoteliers, airlines, preisvergleichsseiten lustig zugeschaut und somit natürlich selber fleissig mitverdient, ohne rechtzeitig den stecker zu ziehen? alle! aber auch wirklich alle haben sich somit zu mittätern gemacht! einige werden jetzt sicherlich, wenn drauf angesprochen, mit dem finger nur nach leipzig oder auf andere zeigen - aber selbstreflexion gehört auch dazu meine damen und herren! leider waren viele andere online player gezwungen auch aggressiver im verkauf von zusatzleistungen vorzugehen. aber wieso? weil unister den markt (ppc- suchmaschinen, metaenginges etc.) mit unglaublichen konditionen versucht zuzumachen. diese player wie suchmaschienen und preisvergleicher steuern dann nämlich bei gleichen preisen (oder selbst wenn man günstiger ist) lieber zu unister seiten eben weil die von denen gezahlten provision deutlich höher sind. wie kann unister diese höheren provisionen (cpo oder cpc) bezahlen? weil man eben fröhlich die kunden in punkto versicherungen, abos, stornokosten etc. etc. abzockt. die eben genannten sind momentan auch alle sehr ruhig bei dem thema - zufall? oder die furcht enttarnt zu werden? fasst euch alle an die nase, habt E.... in der hose und spielt eben nicht mehr mit dem schmuddelkind! nur so kann ein erzieherischer effekt eintreten. ansonsten bleiben die manieren eben auf der strecke! das hat man dann von laisser-faire!

von GOOGLE, 04.07.12, 20:01
Diesen Fliegenpilz in der Branche haben wir allein "GOOGLE" zu verdanken! Jetzt sollte auch GOOGLE (... ) endlich mal den Hahn abdrehen!! Nur mit TV Werbung is nix zu holen! (Google wird natürlich sagen; entsprach alles unserer Richtlinien.. BLA BLA BLA....) (...) Wegen Verstoß gegen die Kommentarrichtlinien gekürzt. Die Red.

von Ein Leipziger, 04.07.12, 21:11
Hmmmmm...Ich weis eigentlich nicht so richtig, warum Ihr euch alles so aufregt. Sicherlich kann man manche Geschäftsmethoden von Unister kritisch hinterfragen. Grundsätzlich ist der mündige Bürger jedoch selbst verantwortlich, was er macht und was er bleiben lässt. Die "Geiz-Ist-Geil-Mentalität" ist es doch, die endlich aus den Köpfen der Menschen verschwinden muss. Dann gibt es auch keine Probleme..Wer der Meinung ist, das man eine Reise für eine Woche für 199 € oder auch geschenkt bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen. Und Leute: beschäftigt euch doch endlich mal mit dem Internet und klickt nicht nur auf bunte Bilder. AGB´s lesen sollte selbstverständlich sein!!! Beste Grüße Ein Leipziger

von ..., 04.07.12, 21:37
(Wegen Verstoß gegen die Kommentarrichtlinien gestrichen. Die Redaktion)

von Ein Ehrlicher, 04.07.12, 23:46
@Leipziger Was für eine dumme Aussage!!! Bescheurter gehts ja gar nicht! Bist du etwa Thomas Wagner?? Wird ja immer lustiger hier :) Klasse Blog!

von Skeptiker, 05.07.12, 09:39
Mein nächtlicher Kommentar war in der Tat ein wenig lang. In dem kleinen Editfenster kriegt man das beim Schreiben ja selbst nicht so mit :-) Hier also nochmal eine *sehr* kurze Zusammenfassung der bisherigen Diskussion: 1) Die Reisebüros haben die Hoheit. 2) Unister muss sich ändern. 3) Die Veranstalter müssen sich ändern. 4) Die Kunden müssen sich ändern. 5) Die Gesellschaft muss sich ändern. 6) Die Politik muss sich ändern. 7) Die Gesetze müssen sich ändern. Hab ich was übersehen?

von Skeptiker, 05.07.12, 09:42
ja ich habe die nicht erwähnt, die ein differenzierteres und nachdenklicheres Bild gezeichnet haben als es in die grobschlächtige Zusammenfassung gepasst hätte. Diejenigen meinte ich auch nicht, bitte um Nachsicht.

von GOOGLE, 05.07.12, 10:07
Gute Zusammenfassung ;-) 8) Google muß sich ändern! :-) Denn die haben die Macht solche Firmen wie UNSITTER mal eben Marktführer zu machen und kleinere Online Portale in den Boden zu stampfen!

von Michael Buller, 05.07.12, 10:23
Liebe FVW nun sind sie schon ein Teil der wilden PR Gegenstrategie von Leipzig geworden....ich gratulieren! http://www.currentgame.de/computerbild-attacke-auf-unister-touristik-fachjournalist-widerspricht-zentralen-vorwurfen.html Gruß Buller

von LAST-MINITO, 05.07.12, 10:59
@Herr Buller, so sehe ich das auch! Ansatz zur Verteidigung ist schon traurig für eine Touristikfachzeitschrift. Der Mörder der Onlinereisebranche wird verteidigt und wenn man den Mund aufmacht, heißt es Neid zum Marktführer. Mann konnte sich eine Zeit kaum "mitbewerben" da 5-7 Anzeigen von Unsitter Google zugpflastert hatten (Die richtline sagt 1x pro Unternehmen, man gründe 10 Unternehmen und pflastert Google zu) Werbe-Regeln wurden/werden ständig verstößt. Seit Jahren versuchen wir mit einigen Onlineportale dagegen anzugehen, leider hat Google erst 2011 eingegriffen.. und und und und..... Unglaublich wer so was verteidigt!! Schadenfreude; NEIN. Wenn die sauber arbeiten würden, hätte ich als Mitbewerber überhaupt kein Problem damit! Noch ein paar Tage und alles ist vergessen und Unsitter wird lustig weiter machen! Unabhängig von unserer Branche, einsameherzen Fake vorzugaukeln, dafür braucht man schon ne schwarze Seele.

von Yurtlu, 05.07.12, 11:07
@buller erst nach dem ich Google verklagt habe durften manche portale von Unister bei Google nicht mehr werben. Es hat aber über 2 Jahre gedauert. Nicht nur was Doubleserving betrifft sondern auch bei vielen anderen verstoessen hat Google weggeschaut. Unister hat bei google dafür gesorgt dass die Klickpreise steigen. Beide haben so gut verdient. FVW hat darüber berichtet.?ch weiss nicht was gescheen ist aber FVW macht seither nur positive Berichte über Unister.

von Kiki, 05.07.12, 12:32
Ich bin sicher kein Freund von Unister, aber dennoch finde ich die Berichterstattung der CB recht einseitig. Ich selbst habe mich schon bei Flugbuchungen darüber geärgert, wenn ich einen vermeintlich günstigen Flug gefunden habe und beim Buchungsvorgang mit Extrakosten überhäuft wurde. Da ist aber Unister mit ihren Portalen nicht allein. Extrem ist der Aufschlag bei den billigen Airlines, bei denen im Buchungsprozess noch die Kosten für das Ticket, Gepäck und Gebühren je nach Zahlungsart dazu kommen. Das es sich bei der angebotenen Versicherung bei den Unisterportalen um ein Abo handelt, ist mit Sicherheit unschön, aber voreingestellte Versicherungen oder Umbuchungsservice sind scheinbar eine gängige Methode und das leider nicht nur bei Unister.

von Anonymus, 05.07.12, 12:44
@Kiki : Nette PR. Wieviel Honorar gab's denn dafür? Zu Deiner Argumentation: Weil es bei den anderen genauso schlimm oder schlimmer ist, ist es folglich dadurch für Unister mehr oder weniger erlaubt, ähnlich schlimme Dinge zu tun? Wenn Dir ein Freund Geld aus der Tasche zieht, dann darf der andere es auch, weil der eine es tut? Findest Du nicht auch, dass es ziemlich blauäugig (um nicht zu sagen, dumm) ist, so zu argumentieren?

von Kiki, 05.07.12, 12:52
@ Anonymus: Ich habe lediglich gesagt, dass ich die Berichterstattung recht einseitig finde. Schon mal bei flug.idealo.de nach einem Flug gesucht? Diese Homepage wird von der Axel Springer Ag betrieben. Hier wird genau das gleiche betrieben. Nur wird darüber im Artikel der CB nicht ein Wort verloren. Ich wollte damit nicht sagen, dass es Unister erlaubt ist nur weil andere es auch tun, aber ich bin der Meinung, dass man dann allen auf die Finger klopfen sollte und nicht nur einem.

von Ein Anderer Leipziger, 05.07.12, 12:56
@Ein Leipziger der Aussage kann ich nur voll und ganz zustimmen! es sind viele Dinge, welche sicher nicht schön sind, sittenwiedrig sind oder eben juristisch nicht sauber, aber es kann jeder lesen und vergleichen. wenn er die gebühren nicht will - kann er ja woanders buchen oder es lassen. zu den Fördergeldern, sicher nicht wenig, aber wieviele andere kassieren Fördergelder und keiner weiß es - und 3 wochen später kommt die "schein"-Insolvenz etc. wenn google diesen umweg duldet um mit mehreren unternehmen dann doch wieder für eine gesellschaft werbung zu schalten, dann ist es eben so. ich selbst habe bei flüge.de schon gesucht und "gefakte" angebote mit freien plätzen dann doch nicht gefunden - pech gehabt. aber dieses kommt eben wirklich durch geiz-ist-geil. naja, viele worte und der gleiche sinn - viele unschöne sachen, aber scheinbar wenig wirklich gesetzwiedriges.

von Dietmar Rauter, 05.07.12, 14:06
@skeptiker Weltverbesserer ? Idealist ? Nur ein Beispiel: Gestern informierte mich 'mein' Service-Team, das meine reise.coop - Seite im Netz abwickelt, dass ein Kunde einen Flug im Netz gebucht hat (...ohne mich vorher zu fragen...) : Eigentlich sollte ich mich über die Treue freuen und dankbar sein . Aber wie das so ist im Wettbewerb : Im Netz bleiben für einen Langstrecken - und einen Anschlussflug nur 25 € hängen . Dank superautomatisiertem Verfahren bekommt Aerticket das hin zu marginalen Servicekosten -das ist ja auch 'nur' Technik- . So weit so gut : Aber als wir die Verbindung selbst nachrecherchiert haben, durften wir feststellen, dass wir mit auskömmlicher Marge das Gleiche günstiger hinbekommen hätten (ohne Buchungsautomatik) . Soll mir das egal sein , so ist die Welt .... (?) Vielleicht auch hier noch einmal meinen Kommentar zur Übernahme von Tropo durch eine SAT1 - Tochter : Mächtiger als Unister ? Das passt prima zusammen: Ein halbgebildetes TV-affines Publikum und ein Online-Portal .... es fehlt nur noch der Catering-Service für die Glotze . Ich möchte nicht wissen, wieviel Umsatz QVC oder Herr Glööckle dem stationären Vertrieb wegnehmen , die preiswerten Mitarbeiter von Hermes & Co werden es schon bringen ! Gestern abend konnte der qualifizierte Betrachter im ZDF erleben, wie Bauherren, die im Internet bei unseriösen Anbietern Kompetenz suchten , in den Ruin getrieben wurden. Der Verbraucherschutz läuft bei vielen Aktivitäten einfach hinterher , falls was schief geht , sind die juristischen Wege hoffnungslos verstopft (siehe Condor) . Gerade in diesen wilden Zeiten sehe ich den Verbraucher im stationären (meinetwegen konservativen) Vertrieb besser aufgehoben und diese Erkenntnis auf allen Wegen in die Welt zu setzen, sollte eher unser Anliegen sein, als 'gute' oder 'schlechte' Onliner zu unterscheiden. von Dietmar Rauter II., 05.07.12, 10:28

von Taner, 05.07.12, 16:06
Liebe Kiki & Leibziger (Team von Unsitter) keine sorge um euren Job, bald is alles vergessen!! Dann könnt Ihr die "dummen nervenden Kunden, die ja nur Billig wollen.." weiter beschexxxx.. Was für eine Mentalität ist den das, zu sagen wer billig möchte muss leiden und den dürfen noch zusätzlich bescheißen!? Es gibt auch gute schnäppchen! Ohne zusätzlichen "Scheingebühren" oder "Unnötige Schein- Versicherrungen"! Auch der jenige der Fake freundchaftsanfragen bekommt ist ja selber schuld, weil der blödmann Single ist!? Mitbewerber die bei Google nicht mit 5 verschiedenen Firmen werbung machen, sind ja auch selbst schuld.. Und und .... Macht euch nicht weiter lächerlich!!

von Bu, 05.07.12, 16:31
Sehr guter Artikel. Meiner Meinung nach ist es jetzt wichtig - trotz aller Machenschaften und Betrügereien - sauber zu recherchieren und darüber zu berichten. Über Computerbild-Artikel kann man ja geteilter Meinung sein. Vor allem gibt es in dem Unister-Geschäftsumfeld "Reisen, Finanzen, etc." ja auch seriöse Wettbewerber. Was soll der Internet-User jetzt denken, wenn er auf xyz.de eine Reise bucht? Steckt Unister dahinter, werde ich jetzt vielleicht "abgezockt"? Das kann es ja nicht sein ....

von Kiki, 05.07.12, 17:41
@ Taner: Ich habe lediglich darauf hinweisen wollen, dass Unister nicht die einzigen sind, die so arbeiten, aber die CB stellt es so dar. Wer hier den Artikel kritisch hinterfragt wird gleich als Unistermitarbeiter tituliert, oder wird von Unister bezahlt. Meiner Meinung nach ist der Artikel keine journalistische Glanzleistung aufgrund der Einseitigkeit.

von Skeptiker, 05.07.12, 18:06
@Dietmar Rauter Weltverbesserer? Klar, muss noch schnell 148.713 Mails checken, aber dann ;-)) Nein, mir fallen manchmal nur widersprüchliche oder unlogische Argumente auf. Und nein, "es" darf Ihnen auf keinen Fall "egal" sein, Sie sind Unternehmer und haben Verantwortung, offenbar einigen Kampfgeist und sicher auch Stolz. Es ist wohl in der Tat so, dass man trotz bester Mitarbeiter, schlauem Einkauf und scharfer Kostenkontrolle bisweilen ein Marktsegment aufgeben muss. Geht einfach nicht mehr. Passiert laufend und immer schneller: Faustkeilemacher, Heizer, Computerfachgeschäfte, Schleckerfilialen ... und wer "longtail" googelt, findet bestimmt viele interessante Artikel über neue Veranstalterstrategien. Ja, es ist wirklich ungerecht für die Betroffenen. Aber Bankfilialen (siehe älteren Kommentar) und z.B. Uhrmachergeschäfte gibt es trotzdem noch, und nicht wenige, nur "machen" die halt keine Uhren mehr. Bzw. nur noch die richtig teuren. Auch Reisebüros wird es immer geben, davon bin ich fest überzeugt. Und man muss es sich nicht gefallen lassen, mit unseriösen Methoden aus dem Markt gedrängt zu werden. Zumal, wenn man den anfänglichen Online/Offline-Gegensatz längst hinter sich gelassen hat. Gegen Billigheimerei hilft auf Dauer wenig, gegen Schmu schon. Da sind tausende(!) leidlich organisierte Unternehmer da draußen, vielleicht nicht so schlagkräftig wie etwa die Landwirtschafts- oder die Autolobby, aber immerhin, und bei der "Reinhaltung" des Marktes und des Branchenimage mit stark gleichgerichtetem Interesse. Und ich meine nicht, dass da jetzt die Verbände und Kooperationen ein paar entrüstete oder abwägende Presseerklärungen rausgeben sollen. Die sind morgen vergessen. Das hatte ich thematisieren wollen. Ich weiß, ich habe leicht reden....

von unisterleaks, 05.07.12, 22:28
Frage: „Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig a) unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen, b) unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel oder c) unter Einflussnahme auf Politik, Massenmedien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft zusammenwirken. Meine Frage: Trifft obiges auf Unister zu? Wenn ja wird jeder zum Mittäter, wenn er von Unister profitiert?

von Moral, 05.07.12, 22:28
Ich bin erschrocken, mit welcher Emsigkeit Unister "Fake"-Reviews bei Dooyoo produziert und platziert... http://www.dooyoo.de/online-shops/ab-in-den-urlaub.de/ und somit das Google Seller Rating manipuliert - ohne Worte Hier muss Dooyoo eindeutig seine Hausaufgaben machen: Mit einer Leichtigkeit lassen sich Beiträge einstellen. Es gibt nur minimale Anforderungen (existente Email-Adresse). Schönen Abend, MM

von Mareike, 06.07.12, 00:12
Einfache Frage: Warum bietet Idealo (zugrhörig zu Axel Springer) in ihrer Flugsuche (in Kooperation mit CB!) fluege.de an? http://flug.idealo.de/shop/?p=3

von Maringel, 06.07.12, 11:54
@Mareike einfache Antwort in euren eigenen Worten all inklusive Schreibfehler: Weil es scheinbar wenig wirklich gesetzwiedrig ist.

von checker, 06.07.12, 12:26
Gerade die neue fvw gelesen. In Sachen Unister hätte ich von der fvw-Redaktion mehr erwartet: Klartext-Fragen an TUI + Co " warum wird immer noch Unister beliefert?" O-Töne des V.I.R., Verbraucherschützer und des DRV. Und: Wer hat die fvw groß gemacht? Webportale mit unseriösen Buchungspraktiken oder ehrliche und gut beratende Reisebüros???... für die solltet ihr mal Stellung beziehen...

von Yurtlu, 06.07.12, 13:10
@Checker ?ch wundere mich auch warum FVW sich so verhaelt als würden die auch zu Unister gehören. Unister hat nun mal allen geschadet. Onlinern wo wie auch den Stationeren. Zu erst hat die FVW selbst Unister kritisiert und danach aber zum sprachrohr von Unister geworden. Wir haben Anrufe vom Kunden die uns um hilfe bitten weil die bei ab in den Urlaub gebucht haben. ?ch habe schon mal geschrieben. Versucht mal bei Reisen.de eine Reise für 2 ERW und ein Baby zu buchen. Alleine dies reicht doch schon aus um zu zeigen wie Unseriös Unister ist.

von Horst, 06.07.12, 13:56
@Yurtlu: Worum geht es hier eigentlich??? Wer den Trend verpasst, hat in der heutigen Gesellschaft nun mal leider Pech gehabt. Wer fragt denn den Einzelhändler (Mode, Lebensmittel, Technik, usw.) wie er neben großen Outletcentern, Onlinehandel, Großmärkten und massiver Werbung (über sämtliche Medien) überlebt? Es gibt diverse Existenzen, die Großkonzernen erlegen sind. Der Trend geht nunmal in Richtung Onlinegeschäft. Wenn es Unister mit ihren Reiseportalen nicht geben würde, dann würde es den stationären Reisebüros trotzdem nicht besser gehen, was mir persönlich sehr leid tut, weil ich auch ehr zu denen gehöre, der lieber in einem Reisebüro seines Vertrauens eine Reise bucht.

von Thomas Boffo, 06.07.12, 14:20
Ich möchte auch gerne einmal Fördergelder!! Aber die sind scheinbar leider immer nur für die anderen verfügbar. Thomas Boffo

von Yurtlu, 06.07.12, 14:24
@horst es geht hier darum wie eine kleine Firma binnen kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Dies sollte mal unter die Lupe genommen werden. Der Trend geht sicherlich in Richtung online. Aber es geht auch darum, dass Google wenn sie will eine Firma zum Marktführer machen kann und die anderen auslöschen kann. Daher sollte man, wenn man von Unister redet auch von Google reden. Hat Unister d?e 7,5 Mio € auch wirklich verdient ? Eine Firma die Mio für Domains ausgibt ?

von Dietmar Rauter, 06.07.12, 14:26
@ Horst Wer aufgibt, hat schon verloren... Ich werde mich immer dafür einsetzen, dass zu einem guten Produkt auch die entsprechende Information gehört und die werte Kundschaft die Bedeutung erhält, die sie verdient ! Mich nerven die Unternehmen, die glauben, es reicht aus, unqualifizierte Call Center bereit zu halten (manche Fluggesellschaften generieren mehr Flüge reduzieren aber gleichzeitig ihr Personal im Vetrieb , bei den grossen Telefondienstleistern haben wir schon fast verloren , wenn es nicht lokale Betreiber geben würde) . Die Klagen in Bezug auf Unister kommen ja einerseits von Mit-Onlinern (die auch kaum mehr Mehrwert/Kompetenz bieten, als dass sie ein mehr oder weniger intelligentes Buchungszuschmeissprogramm gekauft haben und betreiben) , denen die Leipziger trickreich überlegen sind. Viel schwerwiegender sind die Publikumsverarschungen wie die Werbung 'Flüge ab 19 €' oder 'Hotels ab 19 €' zum Beipiel über Bundesligastadien auf die Bildschirme projeziert. Und gleichzeitig Preisversprechungen, die sich bei Buchung nicht einhalten lassen. Natürlich wird CB keine Bedenken äussern, online zu buchen, sie wollen wohl eher die Auswüchse aus dem harten Wettbewerb der Automaten gegeneinander anprangern Mein Anliegen ist, nicht die nachfolgenden Generationen diesem Wild-West-Marketing im Netz auszuliefern: Es gibt noch Alternativen und niemand hat etwas zu verschenken. Die vielen Kunden, die nach web-Erfahrungen zurüdck ins Reisebüro finden , sind ein Trend, auf dem wir aufbauen können. Zum Glück merken einige Journalisten , die der Faszination der bunten Bilder und Versprechungen erlegen waren, das auch.

von Horst, 06.07.12, 14:54
@Yurtlu: Wäre es nicht Unister, dann eben Expedia, Opodo ect. Unister wird für aggressive Werbung kritisiert. Sie haben Lücken entdeckt und diese für sich ausgenutzt. Das Internet ist in vielen Bereichen noch eine Grauzone, aber was nicht verboten ist, kann man auch nicht als kriminell oder Bertug bezeichnen. @Dietmar Rauter: Ich finde man kann im Flugbereich nicht so pauschalisieren. Bei den Billigairlines ist es normal erst im Buchungsprozess, die Kosten für Gepäck aufzuschlagen. Es sollte hier nicht ein Unternehmen verteufelt werden, nur weil es Markführer ist. Es gibt so viele Portale/Airlines die genauso arbeiten. Vielmehr sollte es mehr Vorgaben in den Gesetzen geben. Die CB Berichterstattung ist für mich keine saubere journalistische Leistung. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass hier mehr das Eigeninteresse (ob aus persönlichen Gründen oder Konkurrenzkampf) im Vordergrund steht, als den Endverbraucher auf irgendetwas hinzuweisen. Denn dann hätte man auch die Airlines testen müssen bzw. andere namenhafte Onlineportale. Komischerweise ist im Stern TV Bericht noch von diversen anderen Portalen mit gleichen Mängeln die Rede gewesen. Als Endverbraucher wünsche ich mir eine ehrliche Berichterstattung, der ich glauben kann, aber dass ist bei der CB scheinbar nicht der Fall.

von Dietmar Pedersen, 06.07.12, 15:37
@ Horst Agressive Werbung ist o.k., solange sie die Grenzen des lauteren Wettbewerbs einhält. Voreingestellte Versicherungen, Flexifly-Zusatzgebühren und zusätzliche Service-Gebühren sind jedoch verboten und daher klarer Betrug. Obwohl es klare Gerichtsentscheidungen und Ordnungsgeldbeschlüsse gegen Unister gibt, machen die es trotzdem weiter. Und dieses Verhalten wird zu Recht moniert.

von Yurtlu, 06.07.12, 15:47
@horst es gibt kene Lücken was Unister entdeckt hat. Glaubst du wirklich, dass Firmen wie Expedia oder Opodo nicht genug Leute haben die diese Lücken auch entdeckt haetten? Doubleserving ist verboten. Aber Unister hat es gemacht. Davon haben sowohl Unister als auch Google profitiert. Das was du als Lücke bezeichnest war und ist verboten und verschaffte Unister vorteile. Besser ausgedrückt. Unister durfte alles machen was anderen verboten war. Damit die Firmen die auch ohne Geld bei Google auszugeben bei den Suchtreffern oben bei Googlesuche angezeigt wurden gezwungen werden auch zu werben. Die sache ist für vielen Kompliziert. Holidaycheck wurde wenn user nach einem Hotelnamen gesucht haben immer ganz oben angezeigt. Holidaycheck hat daher auch keine bezahlte Werbunb bei Google machen müssen. Wenn nun aber Unister tausende von Hotelnamen als domain registriert und diese dann vor den Holidaycheck eintraegen angezeigt werden sieht die Sache ganz anders aus. Um aggressive Werbung zu machen braucht man Geld. Wie kam Unister zu so viel Geld ?

von ..., 06.07.12, 15:55
Vielleicht interessant zu wissen: Wenn unister jährlich 40 Millionen Euro in google Werbung investiert, liegt der Erlös bei google nicht bei 40 Millionen Euro sondern ca. bei 150 Millionen Euro. Da wundert man sich nicht, wenn der google Deutschland Chef bei google für höheres berufen wurde. Fragt sich nur mit welchen Mitteln dieser es geschafft hat.

von Horst, 06.07.12, 16:01
@Dietmar Pedersen: Flexfly-Zusatzgebühren gibt es doch anderen Portalen auch. Ob nützlich oder nicht möchte ich nicht beurteilen. Ich selbst habe es bisher immer abgewählt. Servicegebühren sind auch normal, da die Airlines keine Provisionen zahlen. Und wer arbeitet schon umsonst. ;-) Mag sein, dass die Servicegebühren bei anderen Portalen schon beim angezeigten Preis enthalten sind und deshalb nicht noch einmal seperat aufgeführt werden. Inwiefern hier ein Verstoß vorliegt, kann ich nicht beurteilen, da ich mich in den juristischen Fragen nicht auskenne. Aber wenn mir diese Gebühren widerstreben, dann buche ich eben woanders. Es gibt ja genug Auswahl an Portalen. ;-) Versicherungen sind schon seit einiger Zeit nicht mehr voreingestellt.Vielleicht sollte man die positiven Veränderungen auch zu Kenntnis nehmen. Scheinbar ist die Kundenfreundlichkeit und Kundenzufriedenheit bei Unister doch nicht so egal, wie gern behauptet wird. Da ist Herr Wagner also doch nicht so beratungsresitent ;-)

von Yurtlu, 06.07.12, 16:17
@hosrt du bist kein endverbraucher. Bestimmt kriegst du gehaltserhoehung von Herrn Wagner.

von Thomas Boffo, 06.07.12, 16:41
Die Servicepauschale extra ausweisen zu müssen ist eine Zumutung wegen der man geneigt ist ins Ausland überzusiedeln. Keine Branche weist ihre Marge aus. Wer sich das hat einfallen lassen ist ein kompletter Luni. Ich mache es auch nicht und werde es darauf ankommen lassen. Notfalls packe ich meine Koffer. Die spinnen die Römer!

von Horst, 06.07.12, 17:30
@ Yurtlu: Ich kenne mich im Bereich Online Marketing nicht aus. Herr Wagner bezahlt mich ganz sicher nicht für solche Aussagen. Ich finde es wirklich schade, dass man sobald man hier was positives anmerkt, gleich von Unister bezahlt wird. Ich kann nur sagen, dass ich selbst schon mehrmals bei den besagten Portalen (hauptsächlich Flüge oder Kurztrips) gebucht habe und die Aufregung nicht so ganz nachvollziehen kann! Ich fühle mich auch nicht betrogen. Und es scheint einige zu geben, die genauso denken. Wenn sich alle Kunden abgezockt fühlen würden, wäre Unister sicher nicht da wo sie sind. Es ist einfach Tatsache, dass es keine voreingestellte Versicherung auf Fluege.de mehr gibt. Ich werte dies zumindest als positives Zeichen seitens der Firma Unister.

von Online-Polizei, 06.07.12, 19:55
(Kommentar gelöscht. Verstoß gegen die Kommentar-Richtlinien. Die Red.)

von Skeptiker, 06.07.12, 20:07
@Horst, Unister werden zahlreiche wettbewerbs- und rechtswidrige Geschäftspraktiken vorgeworfen. Kommts da auf eine mehr oder weniger überhaupt an? Im übrigen gehts bei der ganzen Debatte doch gar nicht um Kundenzufriedenheit. Das ist nur das Lieblingsablenkungsargument aus Leipzig! Was soll denn damit rechtfertigt werden können?? Nicht auf solche Rabulistik reinfallen... Und wie schon mal festgestellt: Nicht jeder, der betuppt wird, fühlt sich auch betuppt und ist trotzdem "zufrieden". Wird missbräuchliche Verwendung fremder Marken dadurch legal? Und falls die da jetzt doch ein Problem mit ausbleibenden Wiederkehrern haben und publikumswirksam die Kundenbindung zur "Chefsache" machen: Wie wird CRM a la Unister denn wohl aussehen? Na? Eben. Und dass andere ebenfalls unfair spielen, macht unfaires Spielen legitim? Na dann doch weg mit den gelben und roten Karten im Fußball! Der Schiedsrichter braucht dann ja die jeweiligen Fouls nur zu zählen, und die Gerechtigkeit ist gewahrt?

von checker, 06.07.12, 20:12
Halloooo DRV...Herr Büchy & Co aus der Abt. Reisemittler- und Veranstalterfraktion ...was sagt ihr eigentlich zu den Machenschaften von Unister... von euch hört man (mal wieder) gar nichts...schwach! ...steckt mal eure Nase in den Wind!!! ...auf eurer Webseite steht: Der führende Branchenverband vertritt die Interessen von Unternehmen der Reisebranche gegenüber Leistungsträgern und der Politik im In- und Ausland!!! also los! es wird höchste Zeit!

von Unister-leaks, 06.07.12, 20:21
Yurtlu, Checker & Skeptiker Ihr spricht mir aus der Seele!! Vielen Dank dafür!!! Ich hoffe dieser Blog hat noch ein Ohr?!

von David, 06.07.12, 22:47
Lieber Dirk Rogl, sorry, aber in puncto Google (und Unister) wieder einmal naiv und oberflächlich recherchiert. 1. Google hat das "Double Serving" nach Beschwerden keineswegs mittlerweile unterbunden! Googelt man bspw. einmal nach "Mallorca Urlaub", so findet man "Ab in den Urlaub" sowie "Travel24" als Unister-Unternehmen nach wie vor in einem Atemzug unter den Adwords-Spitzenplätzen! 2. Bitte mal den Link http://www.google.de/products/seller?zmi=travel24.com&hl=de&sa=X&ei=w0z3T5SyNoS6hAfUjpTXCw&ved=0CJMBEMEG aufrufen. Durchschnittsbewertung 4,7 von 5 Sternen. Und dann schaue man sich einmal die jeweilige Aufteilung der 1-5 Sterne auf der rechten Seite an. Mittelwert bilden. Google, Mathe 6, setzen? Oder doch eher: GOOGLE DECKT UND BEVORTEILT SEINEN ADWORDS-GROßKUNDEN UNISTER NACH WIE VOR MASSIV!!! Bitte endlich mal die Augen aufmachen. Google ist kein gemeinnütziger Verein. Hier gehts nur ums Geld.

von Googleleaks, 07.07.12, 11:30
@David kanns nur unterstreichen. Unister ist nichts ohne Google. Ich hab mich schon immer gewundert über den Spruch Don't be evil. Und so wie damals vermutet, stellt es sich heraus. Google ist so wenig "gut" wie andere. Das einzige Kriterium ist Kohle. Nach vielen Jahren Marktbeobachtung kann man feststellen, qualifizierter content ist ein Marketingspruch, ein Schlagwort. Wer Kohle zahlt, kommt auf Spitzenpositionen ohne unique zu sein. Google ist noch stärker zu kritisieren wie Unister. Unister ist der kleine Dreckspatz und zu gierig, die Regeln des Geschäftsleben einzuhalten. Ein Häkchen weniger und Unister wäre unangreifbar. Dank Google.

von Yurtlu, 07.07.12, 12:20
@david Google hat viele richtlinien geaendert so dass die verstoesse von Unister nicht mehr als verstoss gesehen werden koennen. Es hies auch dass wenn ein portal mit Preisen wirbt diese auch auf der Hompage zu sehen sein müssen. Nach paar klicks müssen diese auch buchbar sein. so hat Unister für 1 Wo malediven 4 sterne HP für 149 € bewerben können trotz diese Regeln. Auch bei vielen suchen bei Google werden die Unister portale vor anderen Platziert obwohl die anderen wirklich relevantere informationen haben. Also Unister waere kein Unister ohne Google. Sory herr Rogl aber wenn sie die letzten Berichte über Unister bei FVW lesen wundern sie sich nicht warum viele denken dass FVW so lieb zu Unister ist.

von Jürgen B., 07.07.12, 14:55
Es sei mir nur der Hinweis gestattet, dass der Geiz, bzw. die Habgier nach gängigem Kirchenverständnis eine Todsünde darstellt (auch vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Todsünde). Aber nun über Moral oder Amoral, bzw. die Wertesysteme unserer Politik- und Wirtschaftsbosse zu diskuttieren, würde sicherlich den Rahmen sprengen und vom Kernthema dieses Blogs ablenken.

von LIZ, 08.07.12, 09:39
Wo Rauch, da Feuer: http://www.l-iz.de/Wirtschaft/Leipzig/2012/07/Unister-bleibt-in-den-Schlagzeilen.html#

von Horst, 11.07.12, 18:41
Hallo zusammen, ich muss leider anmerken, dass der letzte post von "Horst, 06.07.12, 17.30" nicht von mir war - da nutzt jemand die Namen anderer... Und ich kann mir auch gut vorstellen, welcher Schlag (oder Angestellter) Mensch das sein kann. WOW! Das ist wirklich ganz untere Schublade. Ich kenne mich übrigens recht gut im eCommerce aus, buche aus den bekannten Gründen nicht bei Unister-Portalen und hatte mal eine Funktion inne, bei der ich mit all' den Vorwürfen in der CB und dem Business-Verhalten von Unister weitläufig gekämpft habe... Ich versuche in meinen posts in diesem Kontext zu beleuchten, dass seriöse Veranstalter ein unister gar nicht hätten entstehen lassen müssen, wenn strategisch mit Weitblick gearbeitet worden wäre. Das eCommerce-Business hatten Tour Operator aber zu spät auf dem Radar oder wussten einfach viel zu wenig davon. Das google unterstützt hat ist klar (google vertical unister - geht's noch???) und wie viel Kohle der Staat geschoben hat kann von uns doch wirklich keiner beurteilen. Nochmal: mein persönlicher Eindruck - selbst in fvw-Blog mauscheln unister-Mitarbeiter unter eigenen und fremden NickNames mit und verbreiten Botschaften pro unister - also PR-Arbeit wie über Hennig-PR - Trojaner. Pfui! Also Vorsicht mit statements in diesem Blog. Und an die fvw: Anmeldung für Blog wohl dringend zu empfehlen...

von Horst, 11.07.12, 18:43
Ergänzung: post "Horst, 06.07.12, 13:56" ist auch nicht von mir

von WKW, 11.07.12, 23:19
Jetzt wachen auch die Behörden auf - Unister wird von 4 Mitarbeitern der Datenschutzbehörde gescreent und die Presse steht bereit. Das kann ja jedem mal passieren. Dünn die Luft, nicht? http://www.lvz-online.de/leipzig/citynews/durchsuchung-bei-unister-in-leipzig-sprecher-aufgebauschtes-zeug/r-citynews-a-145466.html

von Dirk Rogl, 12.07.12, 09:48
Lieber "Horst", liebe Leser, es gibt einen sehr einfachen Weg, die Authentizität ihrer Kommentare zu sichern. Zeichnen Sie mit Klarnamen. In diesem Fall würden wir etwaige Verstöße von Trittbettfahndern auch rigoros ahnden. Auf der anderen Seite geben wir mit unserer anonymen Kommentar-Option auch Lesern die Chance zur Meinungsäußerung, die aus vielfältigen Gründen anonym bleiben wollen oder müssen. Keine Frage: genau das nimmt den Kommentaren einen Teil ihrer Aussagekraft und es lädt Trittbettfahrer ein, diese Namen ebenfalls zu nutzen. Einen Markenschutz für "Horst", "Skeptiker, "Max Motz" & Co kann es allerdings nicht geben.

von Yurtlu, 12.07.12, 18:48
?ch kann nur sagen, dass selbst wenn ich mein Firmenname mit Anschrift bei Google suche taucht bei den suchergebnissen ab in den urlaub vor mir auf. Die haben im Content meinen Reisebüro Namen Strasse und Hausnummer. Sagt nicht was kann Google dafür. Ganz einfach es ist verboten. Google kann diese Firma ein und alle mal löschen. Denn wer wiederholt gegen die Richtlinien verstösst wir laut Google gelöscht so dass die nie wieder werben dürfen.

von Michael Kalt, 13.07.12, 18:11
Anmerkung zu den bisherigen Kommentaren: Ich fände es mal sehr interessant zu wissen, wer sich hinter diesen tollen Namen hier im Block versteckt. Kollegen, Wettbewerber zu kritisieren oder sogar abfällig drüber zu schreiben fällt immer leicht, wenn man sich versteckt! In einem anderen Blog habe ich einen Kommentar gesehen mit Michael K. Ich finde es ehrlich gesagt schwach sich hinter Abkürzungen zu verstecken. Respekt an Herr Yurtlu und Kollegen Boffo und den Einen oder anderen. Die anderen Abkürzungskollegen kann ich nicht ernst nehmen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Zum Thema: Marktbeherrschende verlieren schon mal ein Gefühl dafür ob Ihre Massnahmen noch Marktkonform sind oder nicht. Dafür gibt es Gesetze und eine Rechtsprechung. Das Problem ist immer der Nachweis und dann die Beweisführung und das Durchhalten in einem solchen Prozess. Da ist sicherlich Google nicht der einzige Böse. Ich erlebe das "gefühlt" jeden Tag an der Tanke. Wenn google sich mit Unister zusammen "tut", dann sicherlich weil es um kommerzielle Interessen geht. Da ich nicht von Unister und von Google bezahlt werde und eine eigene Meinung habe, kann ich an der Stelle aber auch mal sagen, das Unister schon mal hier und da auch seine Sorgen und Missmut über irgendwelche Google Updates geäußert hatte. Wo Urls und SEO Seiten aus dem Index rausgeflogen sind. Ich stelle die These auf, dass Google mit Unister vielleicht eine Art eingeschränkte Entwicklungspartnerschaft hat aber sich sicherlich nicht von Unister beeinflussen lässt. Denn Googles Anspruch ist den Umsatz mit eigenen Applikationen zu machen und da lässt sich Google nicht reinreden. Was machen wir erst, wenn Google anfäng die Wertschöpfungskette im Bereich Touristik neu zu definieren...oder macht Google das nicht schon? Na klar macht Google das schon. Dem müssen wir uns Alle stellen. Ich vermute, dass Unister das auch macht und was wir sehen ist ein Teil des Vorgehens um sich langfristig auch gegen Google zu positionieren. Oder glaubt jemand hier in der Runde, dass Google Unister bevorzugt behandelt? Totaler Quatsch. In den USA sind viel größere Kunden von Google durch Änderungen quasi aus dem Index fast verschwunden und an den rand der Existenz gebracht worden. Der Eine oder Andere kennt das Thema. Kann man Google das zum Vorwurf machen? Vielleicht. Wie weit darf eine marktbeherrschende Stellung gehen. Es gibt ja keine Kundenverträge... Gefühlt finde ich es auch sehr schwierig was da manchmal so passiert aber ich habe da ehrlich gesagt noch kein klares Meinungsbild. Klar sehe ich eine Gefahr aber heisst das, dass es deswegen falsch ist? Bringt Google uns an den Rand des Begriffs: Marktwirtschaft... Ist bestimmt zu weit gehend für diesen Blog. Zu Unister: Unister muss und stellt sich der Kritik. Das ist der richtige Schritt. Ist vielleicht überfällig/kommt zu spät oder auch genau richtig. Ich möchte nicht mit Thomas Wagner tauschen. Nicht das mich einer falsch versteht. Wenn Unister Mist gebaut hat, dann haben sie auch Strafe verdient. Ich schätze Thomas Wagner aber auch so ein, dass er dann dazu steht. Beste Grüße in die Runde Michael Kalt

von Thomas Boffo, 13.07.12, 21:57
Ich wollte noch gerne anmerken: Google beurteilt die Relevanz von Internetseiten sehr, sehr stark nach der Übereinstimmung von Suchbegriff und Domain/URL. Da habe ich jüngst hitchhiker.travel in hitchhiker.com umbenannt und bin im Ranking gleich auf Platz 1 gesprungen, obwohl hitchhiker Software (jetzt hitchhiker.net) 20 Jahre alt ist und es eigentlich viel mehr Relevanz haben sollte als meine hh.travel Seite. Auf der anderen Seite gibt es in hitchhiker.travel viel mehr Content und so hätte ich eigentlich mit der .travel die .com schon vorher überholen müssen, habe ich aber nicht. Wenn ich das so betrachte frage ich mich, ob Google überhaupt noch andere Bewertungskriterien hat als die URL, trotz allem high-sophisticated Bewertungsalgorithmus Gefasel, sieht mir das überhaupt gar nicht so aus! Deshalb war es sicher schon eine sehr gute "Early-Bird" mäßige SEM-Investition von a-i-d-u die Domains zu bunkern, die keinem der "Etablierten" eingefallen ist. Erinnert mich irgendwie an den Wendekreis von Supertankern. Das war ein unternehmerisches Risiko, welche man nur von agilen Unternehmen erwarten kann. Auch wenn diese Aktion evtl. im Guerilla-Marketing-Bereich anzusiedeln ist. Das kann ich nicht beurteilen. Also jetzt bloß keinen Neid! Sondern auch die URL’s frisieren! Thomas Boffo

von Yurtlu, 14.07.12, 14:44
@kalt In USA mag Google anders reagieren als in Europa. Weil vielleicht die Gesetze dort anders sind als in Deutschland. Seit 2008 versuche ich gegen Google und Unister zu kaempfen und das hat mich ziemlich viel Geld gekostet. Vieles was ?ch bei Google falsch fand hat Google korriegiert aber bis dahin hat es nicht nur mich sondern auch andere Google Kunden viel geschadet. Sicherlich macht Unister nicht ohne Grund nun Fernsehwerbung. Denn Doubleserving dürfen die nicht mehr in ausmass wie früher betreiben und auch die Einnahmen von getürkten Adsense-Werbungun fehlen nun Unister. Aber Glauben Sie Herr Kalt ohne Google waere Unister nicht da wo sie nun sind. Computerbild meint was aufgedeckt zu haben aber dies ist nur die Spitze vom Eisberg. Was Boffo entdeckt hat ist laengst bekannt. Nun ist die Frage warum Unister so viele Domains gebunkert hat. Und es ist auch ?nterresant warum Google zeitgleich seine Bewertung geaendert hat. Man muss sich vorstellen was so viele Domains kosten. Ohne Absicherung wagt sich keiner so v?le Domains zu Bunkern. ch habe auch direkt mit Hotel Namen beworben und die Anzeigen auf die gesuchten Hotels verlinkt aber es hat mich v?el Geld gekostet. Als ich aber mit Hotelnamen als Domain bewerben habe habe nicht mal die haelfte pro Klick zahlen müessen Obwohl de Zielseite 100% gleich war. Trotzdem hies es dies würde gegen die Regeln verstossen. Als fragte warum Unister dies darf, erlaubte es mir Google auch. Also Herr Kalt sicherlich ist Unister nicht mehr zu Stoppen und die können auch ohne trixereien viel Umsatz generieren aber bis die so Gross geworden sind hatten die einen sehr engen Zusammenarbeit mit Google und beide haben davon profit?ert. Es war sehr aergerlich an zu sehen wie Ihre Werbung auf Position 4 oder 5 bei Google faellt waehrend die von Unister ganz nach oben kommt und die Seite auch keinen mehrwert für Kunden hat. Wie news.de

von Anonymus, 15.07.12, 11:36
@Michael Kalt : Anmerkung zu den bisherigen Kommentaren: Ich fände es mal sehr interessant zu wissen, wer sich Michael Kalt versteckt. An und für sich und ohne weitere Information haben wir es streng genommen mit einem Klarnamen-Pseudonym zu tun. Oder irre ich mich? Dann freuen wir uns über weitere Details und "neutrale Kritik" PRO Unister. Nicht das Sie jemand falsch versteht. Mit ebenfalls besten Grüßen in die Runde Anonymus

von Michael Kalt, 15.07.12, 14:03
Michael Kalt Travel IT in Mülheim an der Ruhr Hersteller von LMpuls3.0, LMweb und Buma Travel IT ist eine Distributionsplattform/Preisvergleichssystem von touristischen Leistungen die sowohl von Online als auch traditionellen Reisebueros genutzt wird. Neben dem Preisvergleichssystem betreibt die travel IT ein eigenes Buchungssystem Buma. Das ist quasi analog zu TOMA und Merlin zu sehen. Beste Gruesse Michael Kalt

von Anonymus, 15.07.12, 21:15
@Michael Kalt : Dankeschön. Ich will mich Dirk Rogl anschließen, der Veröffentlichungen unter Pseudonym verteidigt. Es gibt gute Gründe dafür und einer ist die Marktmacht von Google und ein anderer die Rachsucht von Unister. Siehe Beitrag Cornelius Meyer. Die Dominanz und Macht des Suchmaschinenbetreibers schürt eben Misstrauen, dass kritische Meinungen sich im Ranking negativ auswirken und dass Unister per Einstweiligen Verfügungen nicht kleckert, sondern klotzt, ist ebenfalls bekannt. Das muss man nicht unbedingt provozieren. Dazu ist das Geld und die Zeit zu schade.

von Yurtlu, 16.07.12, 13:46
@Anonymus du hast volkommen recht. Viele haben angst von Unister und Google. Ich habe vielen um Hilfe gebeten die auch bei Adwords werben. Die sagten ich haette zwar rech aber können mir leider nicht helfen. Ich bat um Untersstützung aber dies kam Nicht. Viele SEOs und SEM wissen was ablaeuft aber wollen den Draht zu Google nicht kappen und daher verteigen die so manches sogar. ?ch wurde von Unister verklagt weil ?ch auf meiner Homepage 50 € Gutschein anbiete. Dies tat ich weil viele Stammkunden danach gefragt haben und gedroht haben sonst bei unister zu buchen. Viele neu Kunden dachten sogar die würden bei Unister sofort 50 € weniger bezahlen. Unister hat gegen mich gewonnen. Wenn man mit Gutscheinen bewirbt muss es deutlich für Kunden sein, dass diese erst bei der naechsten Reise bezahlt wird. So steht es nun bei mir Ganz fett und dick. Aber schaut euch die Unister Seiten an. Die verstossen gegen diese Entscheidung des Gerichts. Wer wagt sich die jetzt zu verklagen ? Wer Unister stört darf mit einer Klage rechnen.

von Wolfgang Hoffmann, 25.07.12, 14:51
Hallo Dirk Rogl, ich kann mir beim besten Willen keinen einzigen Grund vorstellen, warum hier anonyme Wortmeldungen stehen, außer denen, dass diejenigen zu feige sind oder, weil Unlauterkeit und Kalkül dahinter steht. Ehrenwerte oder zu verzeihende Gründe, womöglich für mich akzeptable Gründe dürften es jedenfalls keine geben. Für mich, der sich gerne an den öffentlichen Diskussionen hier beteiligt stellt sich nach diesem Thread hier die Frage, ob ich mich jemals hier wieder ernsthaft zu einem Thema äußere.

von David, 31.07.12, 18:26
Da haben wir es also - wie bereits vermutet: Der "Unister-Gate" hat die gesamte Online-Branche mit runtergezogen: http://www.internetworld.de/Nachrichten/E-Commerce/Zahlen-Studien/Markenmonitor-von-YouGov-BrandIndex-Schlechte-Imagewerte-fuer-Online-Reiseportale-67719.html

von Dietmar Rauter, 01.08.12, 11:27
Es sind nicht allein Unister-Verfehlungen , die zu diesen Umfrageergebnissen führen. Es ist die Antwort auf den mörderischen Wettbewerb mit Margen der meisten Anbieter, die das Geschäftsmodell Internet-Buchung als sehr fragwürdig erscheinen lassen. Insbesondere bei Flugbuchungen mit Verkaufspreisen nahe den Einkaufsraten. Und Erklärungen , warum sich häufig im Buchungsprozess die ursprünglich beworbenen Tarife nicht mehr halten lassen , bekommt der User ja auch nicht . Service und Beratung , die m.E. bei jedem Produkt selbstverständ-lich inklusive sein müssen , sind nicht mwhr vorgesehen. Friss oder stirb , lieber User. Und bitte auch viel lesen ! Niemand betont, was wirklich wichtig ist !

von Sven Müller, 13.08.12, 21:08
Nun, das Leipziger Amtsgericht ist ja mittlerweile schon längst aus der Sommerpause zurück. Wo bleiben die Ergebnisse der restlichen Anklagepunkte? Wäre fatal, wenn man den Fall jetzt einfach so wieder unter den Tisch kehrt und so tut, als wenn nichts gewesen wäre. Gruß Sven Müller

von Klaus Meiles, 15.08.12, 21:20
Verhandlung Computer Bild vs. Unister Montag, 20.8.2012, 11.00 Uhr Landgericht Leipzig

von Sven Müller, 16.08.12, 01:06
@ Klaus Danke für die Information. Gibt es eine Auskunft, ob der Prozess öffentlich ist? Gruß Sven Müller

von Klaus M, 16.08.12, 07:31
Ja, soweit ich weiss sind solche Verhandlungen immer öffentlich.

von Thomas Boffo, 16.08.12, 16:35
Ich würde gerne zu Dietmar Rauters Kommentar etwas sagen. Warum Angebote nicht verfügbar sind, ist glaube ich nicht ganz einfach zu erklären, wenn Sie eben von einer Airline einen Preis bekommen und diesen im nächsten Moment buchen wollen, ist dieser schon nicht mehr verfügbar oder teurer geworden. Manchmal hat man gerade die Buchung durchbekommen und beim Öffnen der Buchung in der nächsten Transaktion stehen die Flüge auf Warteliste. Wenn hinten noch ein Hotel dazugebucht werden muss, macht es die Sache nicht einfacher. Da fallen tausende Angebote (100 Hotels * 10 Veranstalter * 5 Verpflegungsarten * 5 Zimmertyp * 10 Personenzahl * 20 Rückflugdaten) mit einem ausgebuchten Hinflug auf einmal raus. Die immer Live auf allen Reiseseiten "up-zu-daten" ist derzeit noch nicht Stand der Technik. Ich würde sagen "ja, ja - das kannst Du Deiner Oma erzählen", aber ich sehe das jeden Tag mit meinen eigenen Augen und glaube ich weiß ganz gut wovon ich rede. Dies dem Verbraucher zu vermitteln ist nicht ganz einfach. Das Kernproblem ist, das unsere heutigen "State-of-the-Art" Internetseiten am Ende noch auf Technik der 50er Jahre beruhen. Nach dem Motto "Never touch a running System" haben sich die Reservierungsysteme nicht im gleichen Maße entwickelt wie der Rest der IT. Zwar kommuniziert man über fenncy Webservices und/oder XML oder Soap etc aber das Skellet darunter ist stets von einem Dinosaurier, weshalb auch niemand Tarifbestimmungen vernünftig anzeigen kann. Bestenfalls in Großbuchstaben, auf englisch und im Fachjargon. Beispiel: "... THE ORIGINAL AND THE REISSUED TICKET MUST BE ANNOTATED - NON-ENDORSABLE - IN THE ENDORSEMENT BOX. PENALTIES FOR EJPX6MDE TYPE FARES ..." Das sich Preise nicht mehr halten lassen liegt eher nie an der Reiseseite, da gibt es keine Möglichkeit unter Milliarden von Kombinationen zu entscheiden welcher Preis haltbar ist und welcher nicht. Hier werden Terrabytes entkomprimiert und verarbeitet. Da kann man schon froh sein, wenn der Update durchgelaufen ist bevor das nächste Monster-Datenpaket ankommt. Preise werden durchgeschoben und erhalten nur einen Kalkulationsaufschlag oder werden sogar zum Einkaufspreis weitervertickt. Problematisch scheint mir die menschliche Natur, die Hauptsache scheint ich spare etwas. Jetzt bis zu 70% sparen und dazu noch 50€ das nervt mich. Je mehr hier versprochen wird, desto besser sind die Umsatzzahlen. Ich finde das müßte verboten werden. Das ist auf deutsch gesagt die reine Verarsche. Gegenüber Silvester spare ich 70%, wenn ich im Hochsommer nach Dubai fliege, mit einem Billigflug über Helsinki statt mit einem Direktflug. Das nervt mich irgendwie komplett. Ein Ding hat einen Preis, in der Touristik kommt immer noch die Saison dazu. Langlauf-Skifahren im September in Bayern jetzt besonders billig! Ich fände einen Verhaltenscodex gut, vom Verband der Internet-Reisebüros vielleicht. Dem sich dann alle anschließen können oder nicht. Eine voreingestellte Reiseversicherung im Abonnement zu Verkaufen, sowie manch andere Praktiken, wie das Buchen vor der Bestätigung finde ich allerdings auch ohne Worte. Thomas Boffo

von Thomas Wagner, 25.09.12, 14:33
Vielleicht liest das hier der ein oder andere Kunde, der gerade Thomas Wagner von Unister nicht ans Telefon bekommt und kurz davor ist mich anzurufen: http://dasnirgendwo.tumblr.com/post/32258425408/thomas-wagner-nicht-unister

von Mike Tovar, 19.12.12, 13:03
Ich finde es ja richtig gut, wenn objektiv geschrieben resp. berichtet wird, denn jede Medaille hat zwei Seiten. Aber angesichts von BGH Urteilen gegen Unister, dürfen Sie gerne ein bisschen weniger zurückhaltend sein. Für mich persönlich wirkt Ihr Artikel eher wie eine Bewertung einer Streiterei zwischen Unister und Computer Bild. Aber Fakt sind die rechtswidrigen Methoden von Unister, die bislang die Behörden nicht auf den Plan riefen. UNISTER verstößt seit Jahren gegen geltendes Recht. Auch höchstrichterliche Urteile, die gegen UNISTER ergingen, halten diese Herrschaften nicht von ihrem rechtswidrigen Tun ab. Erst nach dem Computer Bild die Sache an das Licht der Öffentlichkeit brachte entstand Druck auf die StA. Meine Anzeige gegen Thomas Wagner wegen Betrug, vom März diesen Jahres wurde noch wegen angeblicher "Beweisschwierigkeiten" eingestellt. Verstehen kann ich den OStA schon, will er doch nicht vor Gericht mit einer wackeligen Anklage auf die Schnauze fallen und dem vermeintlichen Betrüger Wagner so einen "Persilschein" erster Güte verschaffen. Mein Anruf bei BILD brachte aber einiges ins Rollen, so schrieb mir sogar Reiner Calmund eine unaufgeregte Mail noch am selben Abend , nach dem er meine schriftlichen Anfragen 14 Tage ignorierte. Unister hat mich um rund 140 Euro betrogen. Aber mein Kreditkarten Unternehmen (AMEX) hat eine gut funktionierende Reklamationsabteilung. Ich bekam mein Geld zurück. Interessant war allerdings, dass dies geschah ohne eine Begründung sondern einfach deshalb, weil Unister gegen seinen Vertrag mit AMEX verstoßen hatte. Die haben es nämlich nicht für nötig gehalten auf die Nachfrage von AMEX zu antworten. Dieser Vertragsbruch führte automatisch zur Rückerstattung des Geldes. Das hinderte UNISTER aber nicht daran mir Monate später Rechnungen und Mahnungen ins Haus zu schicken und dass sogar noch nachdem Wagner und Komplizen in U-Haft gelandet waren. Mein Anwalt hat sich der Sache angenommen und ich bin neugierig was passiert.

von Chris L, 04.02.13, 05:00
habe 2 tickets dort gebucht, und die stornogebuehrenverischerung abgeschlossen. habe die flugzeiten dann auch wirklich umbuchen müssen. nur verweigert unister jegliche kommunikation. die versicherungsgesellschaft berlin direkt weist jede verbindung zu unister zurück. bodenloser betrug. bitte einsperren!!!

von Tom, 04.02.13, 10:34
Wer hat denn noch alles bei "Denen" gebucht und wurde BETROGEN und über den Tisch gezogen? Hier sollte entweder ein TV Sender oder eine Große Tageszeitung mal einen Aufruf starten bzw. recherchieren. Schaun wir mal wer sich so alles outen würde, von denjenigen die in die "Spar- und Gutscheinfalle" geraten sind! Fangen wir an und stellen mal einige "Sachen" ins Netz auch bei FB!

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