Carnival-Gruppe

Optimismus für China und Kuba

Die US-Reederei Carnival, zu der auch Aida und Costa gehören, will mit neuen Zielen wachsen. Im ersten Quartal stieg der Gewinn schon kräftig.

von Klaus Hildebrandt, 30.03.2016, 17:37 Uhr
Kubas Hauptstadt Havanna wird von Mai an regelmäßig von einem Schiff der Carnival-Gruppe angesteuert.
Foto: Thinkstock

Arnold Donald, CEO der weltgrößten Kreuzfahrt-Reederei, war in einer Telefonkonferenz um große Worte nicht verlegen: „Wir schreiben Geschichte. Carnival wird ab Mai als erste US-Reederei seit über 50 Jahren wieder Kuba anfahren.“ Geplant sind einwöchige Kreuzfahrten mit dem 700 Passagiere fassenden Schiff Adonia der Marke Fathom, auf der Havanna, Cienfuegos und Santiago de Cuba besucht werden. Donald hofft, dass bald „weitere Marken unserer Gruppe“ die Genehmigung erhalten, Kuba anzulaufen. Es gebe Gespräche mit den Behörden, aber vor 2017 dürften nach seiner Einschätzung keine Anläufe mit weiteren Schiffen erfolgen.

Große Hoffnungen verbindet die Gruppe auch mit China. „Mit sechs Schiffen sind wir in diesem Jahr der größte Anbieter in China“, verkündete Donald. Gleichwohl sei dies nur fünf Prozent der gesamten Betten-Kapazität der Gruppe, die derzeit 99 Schiffe betreibt. Das Wachstum in China werde weiter stark bleiben, so Donald. Die Erträge dort lägen über dem Durchschnitt im Konzern. „Der Markt hat ein großes Potenzial, und wir haben erst einen Zeh im Wasser.“

In diesem Jahr erhält Carnival mit der Aida Prima, dem neuen Holland-America-Flaggschiff Koningdam, der Carnival Vista und der Seabourn Encore vier Neuzugänge. Mit der Pacific Pearl von P & O Cruises Australia verlässt im Gegenzug nur ein Schiff die Flotte.

Im ersten Quartal (bis Ende Februar) des aktuellen Geschäftsjahres stiegen die Durchschnittserträge (Yields) pro verfügbarem Unterbett im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um 5,7 Prozent. Die Kosten nahmen aber, auch wegen der günstigen Energiepreise, nur unterproportional zu. Unter dem Strich ergibt sich bei einem Umsatz von 3,7 Mrd. US-Dollar (plus 3,4 Prozent) ein Nettogewinn von 142 Mio. Dollar (127 Mio. Euro), fast dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum (49 Mio. Dollar).

Für das Gesamtjahr rechnet CEO Arnold Donald mit einem Anstieg vom Yield um drei Prozent. „Die Vorausbuchungen für 2016 liegen deutlich über dem Vorjahr bei leicht höheren Preisen“, heißt es im Quartalsbericht. Laut Donald zahlen sich Investitionen in die neuen Schiffe, die Renovierung der bestehende Flotte und in zahlreiche Initiativen zur Verbesserung vom Service aus.

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