BTW-Tourismusgipfel

Klaus Laepple - der Film

Wie würdigt man das verbandspolitische Lebenswerk von Klaus Laepple? Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) geht einen ungewöhnlichen Weg.

von Klaus Hildebrandt, 09.10.2012, 09:28 Uhr

Es ist sein elfter Tourismusgipfel als Präsident des BTW, und in dieser Rolle sein letzter: Nach der diesjährigen Veranstaltung im Berliner Hotel Adlon übergibt er das Ehrenamt an TUI-Chef Michael Frenzel. Seit 20 Jahren prägt Klaus Laepple als Präsident von ASR, DRV und BTW die Interessenvertretung der Branche (siehe dazu auch das fvw-Gespräch mit ihm in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins). Wie ehrt man eine solche Persönlichkeit? Staatssekretär Ernst Burgbacher und Dehoga-Präsident Ernst Fischer fanden in Berlin zweifellos die richtigen Worte, von den Gipfel-Teilnehmern gab es Standing Ovations.

Aber Highlight des Tourismusgipfels war ein von der BTW-Geschäftsstelle um Generalsekretär Michael Rabe produzierter Film, der in mehreren Kapiteln das Leben von Klaus Laepple nachzeichnete. Von der Jugend in der Eifel (Schulfreunde wussten zu berichten, dass Laepple beim Fußball gerne mal ein "Abstauber-Tor" erzielte) über das Studium in Köln (mit dem berühmten Laepple-Urteil nach einer Sitzblockade vor der Straßenbahn) bis hin zum Wirken in der (Verbands-)Politik. Darin waren herrliche Szenen, etwa wie Laepple als junger Asta-Vorsitzender der Uni Köln mit der Zigarette in der Hand (und vollem Haupthaar) betont lässig ein Fernsehinterview gibt, wie sein Fahrer ihn als Menschen beschreibt, den er in 20 Jahren trotz größtem Termindruck nie hektisch erlebte oder wie der Barmann vom Adlon das "kleine Laepple-Gedeck" vorstellt (ein Pils und eine Schachtel Roth-Händle), mit dem der BTW-Präsident einen langen Tag in Berlin ausklingen lässt.

Zwischendurch äußerten sich Politiker wie Guido Westerwelle und Frank-Walter Steinmeier und Branchenpromis wie Frenzel, DZT-Chefin Petra Hedorfer sowie die Air Berliner Joachim Hunold und Hartmut Mehdorn - wobei Hunold und Mehdorn zu dem Schluss kamen, das beste an Laepple sei eigentlich seine Frau Elsa. Laepple selbst war von dem Film total überrascht und sichtlich gerührt.

Da der Film urheberrechtlich geschütztes Material wie das Fernsehinterview mit dem Studentenführer Laepple enthält, kann ich hier leider nicht verlinken. Aber vielleicht gelingt es ja noch, eine neue Fassung für die Öffentlichkeit herzustellen. Das würde nicht nur der großen Bedeutung Laepples gerecht, viele Touristiker hätten bei dem augenzwinkernden Film über den lebensfrohen Rheinländer auch viel Spaß.

Kommentare

von Walter Krombach, 09.10.12, 16:40
Eine wirklich würdige Würdigung. Und - neben anderem - bleibt er aber auch als Vorsitzender des Kuratoriums der Willy Scharnow-Stiftung für Touristik der Branche erhalten! Da wird man ihn bei der Verleihung des Willy Scharnow-Preises 2012, dessen Ausschreibung jetzt angelaufen ist, auf der ITB erleben dürfen.

von Stefan Werner, 10.10.12, 09:14
Hut ab vor Klaus Laepple! Ein toller Verbandspräsident tritt ab, der sich vor allem auch stark für Mittelständler engagiert hat und persönlich nie abgehoben ist.

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