Blog zum fvw Workshop Kos

Neue Bilder im Kopf

Die Insel Kos sorgte 2015 mit dem Flüchtlingsansturm für Schlagzeilen. Nun schauten sich mit der fvw Reisebüros auf der Insel um, die um ihr gutes Image ringt.

04.07.2016, 18:26 Uhr
Klaus Hildebrandt ist Chefredakteur der fvw.
Foto: fvw

Die Bilder, wie die kleine Hauptstadt der Insel Kos von zumeist syrischen Flüchtlingen überfüllt ist, hat wohl noch jeder im Kopf. Das war im vergangenen Sommer. Dieses Jahr greift der Pakt mit der Türkei. Es setzen kaum noch Flüchtlinge mit Booten aus dem benachbarten türkischen Bodrum über, im Inselinneren gibt es auf einem ehemaligen Militärgelände ein Registrierungszentrum (“Hotspot“). Rund 500 Menschen leben dort derzeit nach offiziellen Angaben.

Der Tourismus auf Kos hat, wie auch auf Lesbos oder Samos, unter der Flüchtlingskrise gelitten. Viele Urlauber wollen in ihren schönsten Wochen nicht mit dem Elend der Welt konfrontiert werden. Während Griechenland in diesem Jahr Zuwächse im Tourismus verbucht – bis Mai kamen laut dem Fremdenverkehrsamt fünf Prozent mehr Deutsche und auch die Vorausbuchungen sind gut – entwickelt Kos sich viel verhaltener. Erst jetzt ziehen die Buchungen an.

Die Reisebüro-Gruppe auf der Insel Kos.
Foto: Christian Wyrwa

Die Situation auf Kos zeigt: Die Zielgebiete und Fremdenverkehrsämter müssen offensiv kommunizieren. Nur auf das Vergessen zu setzen, reicht nicht. Auch Touristiker haben gewisse Bilder im Kopf, da braucht es gezielte Informationen, um die Vorstellungen zu korrigieren. Fast 30 Expedienten waren mit zum fvw Workshop gekommen, um sich ein eigenes Bild zu machen und die Fragen ihrer Kunden beantworten zu können. Sie wurden mit großer Gastfreundschaft belohnt und lernten auch, dass viele Hoteliers auf der Insel vor einem Jahr aktiv mit kostenlosen Mahlzeiten und Spenden geholfen hatten. Wir leben nunmal in einer Welt, die plötzlich sehr klein geworden ist.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Griechenland-Verkauf, wie erlebten die Reisebüros die Reise nach Kos? Ich jedenfalls würde dorthin jederzeit in Urlaub fahren – schließlich leben in meinem Hamburger Stadtteil sogar 1500 Flüchtlinge. Den großen Bericht vom fvw Workshop auf Kos lesen Sie demnächst in der fvw.

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