Balearen

Touristen-Abgabe beschlossen

Das Regionalparlament in Palma hat die Einführung der umstrittenen Steuer zum 1. Juli beschlossen. Die Hoteliers und Umweltschützer sind dagegen – allerdings aus unterschiedlichen Motiven.

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23.03.2016, 07:42 Uhr
Die Balearen sind auch für den nächsten Sommer bereits bestens gebucht.
Foto: iStockphoto

Mallorca-Urlauber müssen sich an den Rezeptionen ihrer Hotels auf der spanischen Ferieninsel auf eine unangenehme Überraschung gefasst machen. Sie sollen von diesem Sommer an eine Touristen-Abgabe entrichten. Die Regionalregierung der Balearen will mit der umstrittenen Steuer den Weg zu einem umweltverträglichen Massentourismus ebnen. Der Zustrom von Urlaubern in der Hochsaison bringt die Insel an die Grenzen ihres Aufnahmevermögens.

Nach der am Dienstag vom Parlament in Palma de Mallorca beschlossenen Regelung müssen die Urlauber vom 1. Juli an auf Mallorca sowie den Nachbarinseln Menorca, Ibiza und Formentera eine Übernachtungssteuer von 0,25 bis 2 Euro pro Nacht und pro Person zahlen. Die Abgabe wird von den Hoteliers bei der Ankunft oder Abreise der Gäste in Rechnung gestellt und ans Finanzamt abgeführt. Die genaue Höhe richtet sich nach der Art der jeweiligen Unterkunft. In der Nebensaison wird der Betrag auf die Hälfte reduziert. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sind von der Abgabe befreit.

Die Balearen-Regierung erhofft sich davon Einnahmen von 50 bis 80 Mio. Euro im Jahr. Die Gelder sollen zur Erhaltung der Umwelt und zur Verbesserung des touristischen Angebots verwendet werden. „Die Besucher werden dazu beitragen, das Paradies der Balearen zu erhalten“, hatte Tourismusminister Biel Barceló erklärt.

Das Vorhaben ist auf Mallorca der zweite Anlauf zur Einführung einer Touristen-Abgabe. Von Mai 2002 bis Oktober 2003 hatten die Mallorca-Urlauber schon einmal eine Übernachtungssteuer zahlen müssen. Die „ecotasa“ (Ökosteuer), wie die Gebühr genannt worden war, wurde wieder abgeschafft, nachdem die Unternehmer der Tourismusbranche dagegen Sturm gelaufen waren. Sie hatten in der Steuer einen Hauptgrund dafür gesehen, dass viele Deutsche damals Mallorca den Rücken kehrten.

 
 
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